Bauausschusssitzung beschäftigt sich mit Errichtung einer Elektroladestation
Vorbild im Landkreis

Gibt es zu wenig Elektroautos wegen fehlender Ladestationen oder mangelt es an E-Tankstellen, weil es zu wenige elektrische Flitzer gibt? Mit diesem "Henne-Ei-Problem" soll Schluss sein - zumindest in der Kreisstadt.

"Ich denke, man muss diesen Zyklus einfach durchbrechen. Mein Wunsch ist, im Landkreis als Vorbild zu fungieren", sagte Bürgermeister Rupert Troppmann in der Bauausschusssitzung zum Thema Errichtung einer Elektroladestation. Als Standort hat der Stadtrat bereits das Parkdeck am Hofgarten auserkoren.

Offen blieb die Frage, ob für die Stadt ein Kauf oder die Miete der E-Tankstelle günstiger käme. Die Bayernwerk AG bietet in Zusammenarbeit mit der E-Wald GmbH Ladestationen für 350 Euro im Monat bei fünfjähriger Laufzeit an. "Das ist jetzt sehr viel Geld - insgesamt 21 000 Euro in fünf Jahren", sagte der Rathauschef. Doch auch der Kauf schlage mit einmalig 10 000 Euro zu Buche. Hinzu kämen die Kosten für Errichtung und Stromnetzanschluss (rund 4 500 Euro) sowie der Betriebsservicevertrag - monatlich 140 Euro. Alles zusammen mindestens eben so viel wie beim Mietmodell. Obendrein sei der Austausch in ein neueres Gerät nach Ablauf der fünfjährigen Pachtdauer wohl leichter zu handhaben. Die Ausschussmitglieder sahen das ähnlich.

Ersetzt werden sollen die in die Jahre gekommenen Infotafeln am Trommer-Anwesen am Stadtplatz. Statt der neun an der Hauswand angebrachten Schaukästen sollen aufgeständerte Tafeln errichtet werden, die jeweils mit rund 700 Euro zu Buche schlagen. Zusammen mit den Errichtungskosten ist mit rund 7000 Euro und damit 2000 Euro mehr als im entsprechenden Haushaltsvoranschlag zu rechnen. Der Finanzausschuss wird die neue Jahresmiete für die Vereine festlegen, die aktuell 15 Euro pro Jahr berappen müssen.

Nicht stattgeben konnte der Bauausschuss der Bitte des Störnsteiners Hans Holfeuer, der außerhalb der Ortschaft an der Äußeren Flosser Straße eine Werbetafel wiedererrichten wollte. Die Straßenverkehrsordnung verbiete jegliche Werbung außerhalb geschlossener Ortschaften, wenn dadurch Verkehrsteilnehmer abgelenkt werden könnten.

Die Anwohner am Hopfengärtl werden gebeten, zu der von der Fraktion der Freien Wähler beantragen Beleuchtung des Fußweges zur Freizeitanlage Stellung zu nehmen. Die Naturschutzbehörde hat inzwischen grünes Licht gegeben, solange sichergestellt ist, dass die Lichtkegel der Lampen nur nach unten ausgerichtet sind. Ein Kostenvoranschlag liegt bei 28 000 Euro. Durch eine geringfügige Verkürzung könnten rund 4 000 Euro gespart werden. Wenn der Nachtragshaushalt in der Juli-Sitzung beschlossen werde, könnte die Beleuchtung "bis zu den düsteren Tagen im Herbst" - so der Bürgermeister - fertiggestellt werden.

Eine Überprüfung des bestehenden Hundeverbotes in der Freizeitanlage hat die FW-Fraktion angeregt. Peter Reiser meinte, dass eine Leinenpflicht ausreichend sei. Von Richtung des Schmidrankens kommend habe man sonst in Begleitung eines Vierbeiners keine Möglichkeit, in den Biergarten zu gelangen. "Ich zahle auch meine Hundesteuern", betonte Reiser.

Bei Bürgermeister Rupert Troppmann stieß der Vorschlag auf wenig Gegenliebe. "Leider gibt es einige Hundebesitzer, die nicht verantwortungsbewusst sind." Planschende, tollende und spielende Kinder müssten absoluten Vorrang haben. Gegen die Stimme des Antragstellers votierte der Ausschuss für die Beibehaltung des absoluten Verbotes. Ein Folgeantrag von Hermann Schmid, einen Schleichweg, mit dem Hundebesitzer den gesperrten Bereich umgehen können, zu befestigen, wurde gegen die Stimmen von Reiser und Schmid abgelehnt.

Leider gibt es einige Hundebesitzer, die nicht verantwortungsbewusst sind.Bürgermeister Rupert Troppmann zum Hundeverbot in der Freizeitanlage
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