Bronzetafeln bekommen ihren alten Glanz zurück
Patina aus 20 Jahren entfernen

Anhand eines großen Talers verdeutlichte Bürgermeister Rupert Troppmann dem Stadtrat, wie die Bronzetafeln derzeit aussehen und wie sie dann wieder glänzen. Bild: ui

Nicht hoch glänzend, sondern mit einem Hauch von Patina will sich die Stadt zur 800-Jahrfeier 2018 präsentieren. Symbolhaft geht es zunächst um ein historisches Aushängeschild.

Über 20 Jahre zieren Bronzereliefs des Künstlers Max Fischer die Rathauspassage. In dieser Zeit hat sich der goldene Glanz in ein mattes Schwarz verwandelt. Der Vorschlag, diesen Überzug zu entfernen kam von Fischer. Er möchte die Werke, auf denen Meilensteine der Stadtgeschichte abgebildet sind, mit einer Schutzschicht überziehen.

"Wenn wir das jetzt noch machen, bekommen die Reliefs bis zum Festjahr wieder etwas Patina", warb Bürgermeister Rupert Troppmann für die Reinigung. Der Stadtrat folgte dieser Empfehlung und vergab die Überarbeitung des Reliefs, das den Titel "Geschichte der Stadt Neustadt und des Bleikristalls" trägt, an Fischer. Kosten: 880 Euro.

Geschichte fortführen


Von SPD-Sprecher Achim Neupert kam der Vorschlag, das Relief zu ergänzen. Bisher ende die Darstellung 1905 mit der Ansiedlung der Glasindustrie. So könne man die Entwicklung bis zur heutigen Schul- und Verwaltungsstadt darstellen. Troppmann nahm dies als Anregung für die zukünftige Gestaltung mit.

Die Idee eines Bronzemodells der Stadt verwies der Rathauschef auf die Zeit nach der Fertigstellung des Anbaus am Landratsamt. Dann könne man überlegen, wo man so ein schweres Teil platzieren könne. Der Stadtplatz sei nicht geeignet, da das schwere Kunstwerk bei Märkten und Veranstaltungen im Weg stehe.

Platz für Jung und Alt


Auf den Weg brachte der Stadtrat den bereits beschlossenen generationsübergreifenden Spiel- und Fitnesspark. 29 541 Euro soll die Neustädter Firma Peter Meyer für den Bau in der Freizeitanlage und am ehemaligen AWO-Spielplatz in der Rastenhofer Straße bekommen. Sie soll an beiden Arealen sogenannte Seniorenspielgeräte für den Generationenpark "Neuer Schwung für Jung und Alt" aufbauen. Leader-Zuschüsse gibt es vom Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Der entsprechende Bescheid sei eingetroffen, sagte Troppmann.

Altlasten sanieren


Um Zuschüsse ging es auch bei der Bedarfsmitteilung zur Städtebauföderung für das kommenden Jahr. Zusammen mit der Kewog Tirschenreuth habe man 90 000 Euro errechnet, für die die Mitteilung an die Regierung ging. Darin enthalten sind 50 000 Euro als kommunales Förderprogramm, 10 000 Euro sonstige Kosten und zusätzlich 30 000 Euro für die Konzeptionierung von Altlastenflächen. Neupert sprach von einem Hoffnungsschimmer für die Altlastensanierung. "Hoffentlich wird das mehr als ein Hoffnungsschimmer", erwiderte Troppmann.
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