„Ein Stück Zukunftsarbeit“
Stadtrat beschließt Untersuchung der Abwasserkanäle – Kosten erhöhen sich

"Gerade nach den aktuellen Unwettern und starken Regenfällen ist es wichtig zu wissen, wie unsere Kanäle beieinander sind", betonte Bürgermeister Rupert Troppmann im Stadtrat. In vorangegangenen Sitzungen hatten die Räte beschlossen, einen Förderantrag für die Erstellung eines Kanalkatasters einzureichen. Die Untersuchung wird nun teurer, da das Abwasserkataster bis zu den Hausanschlüssen führen muss.

Ein Kataster dient dazu, Instandsetzungs- und Sanierungsstrategien für Kanalanschlüsse aus Untersuchungsdaten zu gewinnen. Die hydraulische Belastung, der bauliche Zustand und die Funktionsfähigkeit des Kanals sind wesentliche Kriterien, um eine optimale Instandhaltung und Bewirtschaftung zu erzielen. Bei den Betreibern einer öffentlichen Abwasseranlage besteht enormer Handlungsbedarf zur Sanierung undichter und beschädigter Kanäle.

Die Stadt Neustadt ist gesetzlich verpflichtet, die Hausanschlüsse bis zur Grundstücksgrenze zu befahren und zu filmen und den Zustand sowie die Art und das Ausmaß von Schäden in den Abwasserkanälen zu beschreiben und in einem Kanalkataster zu dokumentieren. Alle zehn Jahre sollte per Gesetz ein solches Kataster erstellt werden.

Kosten von 460 000 Euro


"Zeitlich liegen wir im schönen Mittelfeld, andere Kommunen planen ebenfalls eine zeitnahe Untersuchung. Wir kommen da nicht drum rum", sagte Troppmann. Die Kosten erhöhen sich von 220 000 Euro auf insgesamt 460 000 Euro, da zu den 40 Kilometern Hauptleitung noch ungefähr 17 Kilometer Hausanschlussleitungen und 950 Schachtbauwerke befilmt werden müssen. Die Stadt geht von einer Förderung des Wasserwirtschaftsamts in Höhe von 57 000 Euro aus.

Die Stadt stellt beim Weidener Wasserwirtschaftsamt einen Förderantrag. Die Untersuchung soll entweder 2017 erfolgen, oder, je nach Haushaltssituation auf zwei Jahre aufgeteilt werden. Die Räte votierten einstimmig für den Beschlussvorschlag. CSU-Fraktionssprecher Josef Arnold betonte die Wichtigkeit dieses Vorhabens: "Das ist unbedingt notwendig. Wenn wir in Zukunft die Straßen sanieren, wissen wir, was dort im Untergrund los ist." Auch die SPD-Fraktion und die Freien Wähler stimmten vorbehaltlos zu und unterstrichen die Notwendigkeit dieser Maßnahme.
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