Entscheidung ist gefallen
Die Rettungswache des Roten Kreuzes bleibt in der Kreisstadt

Blick von der neuen Halle der Kleinen Firma in Richtung DJK: Die Stadt hat das freie Gelände im Gewerbegebiet "Im Wiesengrund" dem Rettungs-Zweckverband für eine neue Rettungswache angeboten. Das Areal liegt direkt an der Autobahn und der Störnsteiner Spange. Es laufen bereits Testfahrten. Bild: ms

Die Rettungswache des Roten Kreuzes bleibt in der Kreisstadt. Die Entscheidung ist gefallen. Jetzt geht es nur noch um den optimalen Standort.

Eine Verlegung nach außerhalb von Neustadt ist vom Tisch. Dies bestätigt Alfred Rast, Geschäftsführer des Zweckverbandes für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung (ZRF) Nordoberpfalz. Es muss nun nur noch geklärt werden, wo die neue BRK-Wache gebaut wird. Sie kostet über eine halbe Million Euro.

Favorit ist offenbar ein etwa 2000 Quadratmeter großes Gelände, das die Stadt dem ZRF im Gewerbegebiet "Im Wiesengrund" beim Mühlbergtunnel angeboten hat. Den Quadratmeter für knapp 35 Euro - voll erschlossen. Für den Wiesengrund spricht die ausgezeichnete Lage direkt an der A 93 und an der Störnsteiner Spange. Die Rettungsfahrzeuge könnten hier schnell ausrücken. Schließlich geht es auch um Einsätze im Raum Floß/Flossenbürg.

Nicht mehr zeitgemäß


Die bisherige vom ZRF von den Kliniken Nordoberpfalz AG angemietete Rettungswache auf dem Felixberg "passt nicht mehr", sagt Geschäftsführer Rast. Sie sei nicht mehr zeitgemäß und entspreche auch nicht mehr den DIN-Vorgaben. Außerdem müssten sich vor allem am Morgen und mittags die Rettungsfahrzeuge durch den Schulverkehr auf dem Felixberg kämpfen. Schnell gingen hier zwei bis drei Minuten verloren. Zeit, die bei Notfällen Leben retten kann.

Vor zirka 15 Jahren richtete das BRK die Rettungswache im ehemaligen Schwesternwohnheim beim Krankenhaus ein. Drei Garagen wurden gebaut. Damals musste der Notarzt noch im Rettungswagen mitfahren. Längst kommt er selbst an die Unfallstelle. Das Rendezvous-System ist eine in Deutschland praktizierte Einsatztaktik des Rettungsdienstes, bei der zwei Einheiten parallel alarmiert werden und dann gemeinsam zum Einsatzort fahren, um dort Hilfe zu leisten.

In der Testphase


Aber das Krankenhaus auf dem Felix gibt es nicht mehr. Die Notärzte kommen von ganz woanders her, meist aus ihren Praxen. Die Wache mit sieben, acht hauptamtlichen Mitarbeitern, einem rund um die Uhr einsatzbereiten Rettungswagen und Notarzteinsatzfahrzeug sowie dem Krankentransport hat laut Rast die übliche Größe.

Für den wahrscheinlichen Standort Wiesengrund läuft bereits die Testphase. Ein Rettungswagen fährt richtige Einsätze mit GPS-Daten. Selbst Geschäftsführer Rast sitzt mit im Fahrzeug. Die Ergebnisse werden im Institut für Notfallmedizin und Medizinmanagement an der Ludwig-Maximilians-Universität in München ausgewertet. Der neue Standort darf nämlich auf die Randgemeinden keine negativen Auswirkungen haben. Die Zwölf-Minuten-Frist bis zum Eintreffen der Rettungskräfte muss für alle Orte eingehalten werden.

Als Alternative zum Wiesengrund prüft der ZRF einen weiteren Standortbereich. Er befindet sich näher an Störnstein, aber immer noch in Neustadt, und ist in Privatbesitz.
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