Freude über neues Förderprogramm
Alter Wohnblock muss weichen

Der alte Wohnblock im Bergmühlweg steht schon seit einigen Jahren leer. Jetzt soll er endlich abgerissen werden. Mit Geld aus dem neuen Fördertopf "Wohnpakt Bayern" gelingt es der Stadt, an dieser Stelle neue Sozialwohnungen zu bauen. Bild: ms

Das neue Förderprogramm des Freistaats scheint wie für Neustadt gemacht. Die Stadträte waren sich quer durch alle Fraktionen einig: "Da sollten wir zugreifen."

Oliver Seidel von der Regierung der Oberpfalz erklärte am Dienstag dem Stadtrat, welche Möglichkeiten sich der Kreisstadt bieten, Geld aus dem Fördertopf "Wohnungspakt Bayern" zu bekommen. Seidel bezeichnete das Programm als Novum. "Erstmals werden die Kommunen direkt angesprochen", sagte er. Der Freistaat wolle damit seinen Beitrag leisten, Gemeinden beim Bau oder der Modernisierung von bezahlbaren Wohnungen zu unterstützen. Der Grundgedanke sei, einkommensschwachen Familien entsprechenden Wohnraum zu bieten. Dazu zählten auch anerkannte Flüchtlinge, die laut Programm "angemessen berücksichtigt werden sollen".

Günstige Zinsen


Die Zahlen, die Seidel vortrug, machten die Räte neugierig. Denn bereits für planerische Maßnahmen kann die Stadt mit einem Zuschuss von 60 Prozent rechnen. Der Bau selbst wird mit 30 Prozent bezuschusst. Als zusätzliches Zuckerl könnten 60 Prozent der Bausumme als billiges Darlehen aufgenommen werden. "Zurzeit liegt der Zinssatz für 10 Jahre Laufzeit bei 0,0 Prozent, für 20 Jahre bei 0,5 Prozent", informierte der Referent der Regierung. Der Kommune bleibe lediglich ein Eigenanteil von 10 Prozent.

Bürgermeister Rupert Troppmann und die Fraktionssprecher Josef Arnold (CSU), Achim Neupert (SPD) und Gerhard Steiner (Freie Wähler) kamen regelrecht ins Schwärmen. "Das Programm spielt uns in die Hände", freute sich Arnold. "Wie für uns gemacht", fügte Neupert hinzu. Steiner war der Meinung: "Es ist unsere Pflicht, der Nachfrage gerecht zu werden."

Altes Gebäude weg


Die Stadt weiß auch schon ganz genau, was sie mit dem Fördergeld machen möchte. Der alte Wohnblock im Bergmühlweg ist der Kommune schon lange ein Dorn im Auge. Abreißen lautet die einzige Option. Einstimmig beschloss das Gremium, an dieser Stelle einen neuen Wohnblock zu errichten und beauftragte die Verwaltung, die Planungen vorzubereiten und die Förderung zu beantragen. Der Rathauschef regte an, die Neustädter Architekten zu einem Ideenwettbewerb aufzurufen.
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