Fußball, Fasching, Fastenbier
Pater "Will i am" teilt bei SPD-Starkbierfest aus

Bruder "Will i am" alias Willi Übelacker teilte im Schützenheim in Richtung Fifa, Bayerischer Rundfunk und Neustädter Rathaus aus. Bild: dip

Rund 100 Besucher hatten ihren Spaß beim SPD-Starkbierfest im vollen "Eichenlaub"-Schützenheim. Da noch kein AfD-Ergebnis die Stimmung verhagelt hatte, konnten die Gäste zu Pointen über Uli Hoeneß, Fifa, Sängerbund und Weiberfasching herzhaft lachen.

Bruder "Will i am" alias Willi Übelacker schenkte bei der Fastenpredigt kräftig ein. "Wieder bin ich heuer hier angetreten, um wenigstens die Streitkultur der SPD zu retten. Weil letztes Mal alles passte und ich die Spendengelder gleich verprasste, konnte ich nicht widerstehen, um eure Nicht-Mitglieder zu sehen."

Die Skandale im Fußball waren "Will i am" folgende Sprüche wert: "Der Blatter wurde abgesägt, der Niersbach ist auf Eis gelegt. Ulis Zelle ist jetzt wieder frei - stellt sich die Frage: Wer zieht wohl als Nächster ei?" Und weiter: "Die WM 2006 - ein Glanz - das Geld war's wert, sprach Kaiser Franz und sollt mit Schwarzgeld was gewesen sein, dann sperrt's halt den Netzer Günter ein!" Programmverschiebungen beim Bayerischen Rundfunk war dem Fastenprediger ebenfalls ein Dorn im Auge: "Weil die Hörer immer weniger werden, führte das im Vorstand zu Beschwerden. Deshalb fiel in München der Beschluss: die Volksmusik ist kein Verlust. Und wird ab Pfingsten eingestellt, in eine neue digitale Welt."

Dann war die Heimatstadt an der Reihe. Die Vorarbeiten mit den Gutachtern und Arbeitsgruppen sowie die Verabschiedung des Stadtentwicklungskonzeptes regten den Pater mächtig auf: "Die Räte hoben die Hände wie im Rausch, auch ohne öffentlichen Meinungsaustausch". Schlaue Sätze wurden von sich gegeben, 30(!) Zuhörer durften das live miterleben."

Bekam im letzten Jahr die Gastronomie ihr Fett weg, waren dieses Mal die Vereine dran. So habe der Sängerbund aufgrund des hohen Durchschnittsalters das Eintrittsalter auf mindestens 60 Jahre heruntergesetzt.

Die Gymnastikgruppe lobte "Will i am" für das Hochhalten des Weiberfaschings. Zum Preisschafkopf des Fördervereins "Faschingszug" fiel ihm Folgendes ein: "Der Schafkopf war wahrlich nicht der Knüller, es kamen lediglich 16 Spieler. Doch diese freuten sich auf ihre Weise und teilten sich die 42 Preise".

Apropos Fasching: "Der "Schwarze Kater" wurde endgültig eingemottet. Manche behaupten sogar, er wurde ausgerottet. Weil keiner sich mehr zu schreiben traut und niemanden in die Pfanne haut. Außer von den Gramauer Faschingsredakteuren war aus dem letzten Jahr nicht viel zu hören."

Neue "Guggern"


Zum Schluss seiner mit reichlichem Applaus bedachten Rede verabschiedete sich der Prediger so: "Frohe Arbeit, frohe Feste, reichlich Zoigl in den Stuben! Und vor allem weiterhin: Keine Angst vor bösen Buben! Gott mit dir, du Land der Bayern, auf das Starkbier und das Feiern."

Bei der von Dieter Neubauer organisierten Tombola konnten die Gäste mittels ihrer Eintrittskarte diese Mal eine neu geschaffene "SPD-Surprise Guggern" gewinnen. Die "Krainberries" aus Georgenberg sorgten mit ihrer zünftigen Musik für prächtige Stimmung. Die Besucher ließen sich Jacob-Weizenbock sowie Starkbier und dazu Schweinshaxen, Schäufele, Käse und Brezen schmecken.
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1 Kommentar
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Wilhelm Üblacker aus Neustadt an der Waldnaab | 16.03.2016 | 16:33  
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