Geld von Bund und Land
Gemeinden winkt hohe Förderung für schnelle Internetanschlüsse

Der Plan ist ehrgeizig: Glasfaserkabel in jedes Anwesen im Landkreis. Unrealistisch ist dieser Traum vom schnellen Internet aber nicht, erklärte Karl Manstorfer vom Regensburger Ingenieurbüro IKT den Landkreis-Bürgermeistern in ihrer Dienstversammlung.

Sie sollten dazu aber schon einen Masterplan im Kopf haben und möglichst schnell einen Antrag für ein gut ausgestattetes Förderprogramm des Freistaates stellen. Wenn das nicht reicht - nach Manstorfers Einschätzung in etwa zehn Gemeinden - gibt es zusätzlich ein Bundesprogramm, das ebenfalls lukrativ ist.

Im Extremfall sind 15 Millionen Euro pro Antragsteller drin. Planungsleistungen bis 50 000 Euro sind sogar zu 100 Prozent förderfähig.

Der Freistaat stellt 165 Millionen Euro für die Kofinanzierung bereit. "Das Bundesförderprogramm ist nur sinnvoll, wenn das bayerische Programm ausgeschöpft ist", stellte Manstorfer klar. Denn an die Bundesmittel ranzukommen, ist wesentlich komplizierter. So muss für jedes Gebäude im Ort eigens die Datenübertragungsrate ermittelt werden. Zusätzlich sollte ein Rechtsanwalt eingeschaltet werden.

Das Ziel ist klar - eine Geschwindigkeit von mindestens 50 Mbit/s für alle Haushalte. Darüber hat Manstorfer auch schon mit Digitalisierungsminister Alexander Dobrindt gesprochen. Der Regensburger empfahl, dass sich drei oder vier Gemeinden für einen Förderantrag zusammentun sollten.

Am weitesten ist bislang Irchenrieth. Pech hat die Gemeinde Trabitz. Sie hat in bester Absicht bereits überall Leerrohre verlegt. Etwas zu schnell: Die Maßnahme wäre ihr über den Masterplan wohl bezahlt worden. Flossenbürgs Rathauschef Thomas Meiler hat die gleiche Angst. Er plant ein Neubaugebiet und weiß schon, wo er Leerrohre für Glasfaser hin haben will. "Reden Sie so bald wie möglich mit der Telekom. Das brauchen Sie doch nicht selber verlegen", riet Manstorfer.
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