Kulturausschuss beschließt Beteiligung an bayerisch-tschechischer Landesausstellung
Büste für Augusta Sophie

In der Grünanlage auf dem Parkdeck möchte der Stadtrat eine Büste der Lobkowitzfürstin Augusta Sophie aufstellen. Die Adelige habe überwiegend in Neustadt gewohnt und nehme durch ihre religiöse Toleranz eine Sonderstellung ein, begründete Bernhard Knauer (CSU) die Entscheidung. 5000 Euro seien angemessen und günstig.

Planung für 800-Jahr-Feier


Knauer stellte das Programm zur Bayerisch-Tschechischen Landesausstellung über Karl IV. vor. Die Stadt solle sich an den Kosten beteiligen. Davon werde sie auf zwei Arten profitieren: Künstler aus Deutschland und Tschechien erstellten Werke aus Granit wie etwa die Büste der Augusta Sophie. Hinweistafeln, Steine oder Denkmäler werden entlang der Goldenen Straße in verschiedenen Städten und Gemeinden aufgestellt. Dadurch soll die Verbundenheit der Orte entlang dieser bedeutenden Handelsstraße von Prag nach Nürnberg betont werden.

Außerdem profitiere die Stadt noch vom "Historischen Handelswagen mit Geleitschutz". Bei Festen und Veranstaltungen wird sich das zweiachsige Gefährt wie im Mittelalter präsentieren. Im Wagen wird eine Auswahl zeittypischer Handelswaren ausgestellt.

Festleiter Reinhold Zapf gab einen Überblick über die Vorbereitungen zur 800-Jahr-Feier 2018. Der Veranstaltungskalender fülle sich. Es meldeten sich bereits Sponsoren bei ihm. Als nächstes wolle er die Festwoche in trockene Tücher bekommen. Besonders wichtig sei ihm der Kontakt zu den Vereinen, um zu klären, wie sie sich einbringen wollen.

Troppmann betonte, alles rund um das große Jubiläum sei in der Hand von Zapf. Er habe nun ein eigenes Büro im Rathaus. "Einfach anrufen, wir haben einen festen Ansprechpartner, das ist eine tolle Sache."

Programm für Kirwa


Der Kulturausschuss verabschiedete außerdem das Programm für die bevorstehende Dotsch-Kirwa: Die Auftaktfeier steigt im Gasthaus "Weißes Rößl" am 4. November. Der Eintritt bleibt bei sieben Euro. Durch das Programm werden die Zupfer-Moidln Waltraud und Renate mit Gerhard Reber aus Floß führen. Das Fest begleiten drei weitere Musikgruppen: Das "Trio Collegio" aus Neumarkt besteht aus drei Musiklehrern. Sie spielen Volksmusik, aber auch Folk-Pop. "De zwoa Schneidig'n" lernten sich im Wirtshaus kennen. Sie spielen nach dem Motto "Nicht nach Noten, nur nach Maß'n". Ihr Repertoire besteht aus bodenständiger Volksmusik gewürzt mit Witzen. Vier junge Männer aus Waldkirch bilden "Die Rüscherl-Muse". Sie spielen Akkordeon, Tuba, Flügelhorn und Trompete und damit bayerische Tanz- und böhmische Blasmusik.

Aus dem AusschussBilanz zum Bürgerfest

Etwa 6100 Euro erwirtschafteten Stadt und Vereine beim diesjährigen Bürgerfest. 150 Euro werden an jeden der 31 teilnehmenden Vereine ausgeschüttet. Der Restbetrag geht in die Rücklagen. Für das Bürgerfest im Jubiläumsjahr 2018 wollen die Vereinsvertreter das "Haidmühler Wurschtwasser Orchestra" engagieren. "Die zieh'n ganz schön an", merkte Hermann Schmid (FW) lobend an. (dko)

Ende für E-Bikes

Die E-Bikes der Verleihstation im Restaurant von Peter Siller sind in diesem Jahr bisher nur 16 Mal vermietet worden. Bürgermeister Rupert Troppmann erklärte, die Aktion habe sich überholt: Viele hätten sich dort ein E-Bike geliehen und sich anschließend ein eigenes Akku-Fahrrad zugelegt. "Das ist eine tolle Sache, wir müssen sie nicht mehr vorhalten." Die Stadt spart so 140 Euro im Monat. (dko)

In neuem Licht

Die Homepage der Stadt soll neu gestaltet werden. Medienfachwirtin Melanie Kreuzer legte Entwürfe des Designs vor. "Sie ist kompakter, besser geführt, hat bessere Farben", bemerkte Bürgermeister Troppmann. "Es ist einfach neuzeitlicher." Bernhard Knauer ergänzte, es sei Zeit für etwas Neues. Der Ausschuss beschloss einstimmig, die Umgestaltung in die Hände der Firma ReberIT aus Floß zu legen. (dko)
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