Renten viel zu niedrig
Oskar Schwarz schimpft auf die Politiker in Berlin

Selbst wenn die Anwesenden der Arbeitsgemeinschaft "SPD 60 plus" schon Rente beziehen, war das Referat des ehemaligen Stadtrats Oskar Schwarz sehr interessant. Er nahm kein Blatt vor den Mund und wetterte gegen die in Berlin sitzenden Politiker.

Gleich zu Beginn seiner Ausführungen schockte Schwarz die Genossen in der Gaststätte "Freizeitanlage" mit Zahlen. So bekomme ein Beamter in Brüssel im Durchschnitt 5509 Euro netto Ruhegehalt. Ein Arbeitnehmer müsste in Deutschland dafür 211 Jahre molochen. Die Rentensituation sei mit vielen Problemen behaftet. Über Jahrzehnte mussten die Beitragszahler, Arbeitnehmer und Arbeitgeber, aus dem Sozialversicherungstopf rentenfremde Leistungen erbringen. In Skandinavien und in den Beneluxstaaten lägen die Renten weit höher als in Deutschland. Selbst von den Österreichern könnten wir einiges lernen. Dort erhalte ein langjähriger Versicherter im Durchschnitt 1820 Euro im Monat und das 14mal im Jahr. In Deutschland seien es 1050 Euro und seit 2006 mit den entsprechenden Steuerauflagen. Der SPD-Mann sprach sich für die Einbeziehung aller Berufsgruppen bei den Rentenzahlungen aus, auch der Beamten.

Mit einigen Beispielen schilderte Schwarz, warum es den Unterschied bei den Rentenversicherungen gibt und die Mitglieder der Knappschaft besser gestellt seien. Weiter zeigte Schwarz auf, wie ein Rentner seine Steuerlast senken kann. Ab 2040 erfolge für die Renten-Beginnenden die volle Besteuerung.

In der Diskussion ging es vor allem um die Witwenrente. Vorsitzende Margarethe Rieger dankte Schwarz mit einem Präsent.
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