SPD wägt Möglichkeiten einer Bioabfall-Vergärungsanlage im Landkreis ab
Anschauungsunterricht

Dipl.-Ing. Erik Priller (Siebter von rechts) gab den Abordnungen der SPD-Stadtratsfraktion mit Fraktionschef Roland Richter (Fünfter von rechts) sowie der SPD-Kreistagsfraktion mit Sprecher Bürgermeister Günter Stich (Zweiter von rechts) Hinweise für die Verwertung von Bioabfällen auch im Landkreis Neustadt und der Stadt Weiden. Bild: gt

Weiden/Neustadt/Rehau. Die Entsorgung, aber insbesondere die Verwertung von Bioabfallstoffen stand im Mittelpunkt einer gemeinsamen Sitzung der SPD-Stadtratsfraktion und der SPD-Kreistagsfraktion. Die Fraktionsvorsitzenden Roland Richter und Günter Stich besuchten mit den Kollegen die Bioabfall-Vergärungsanlage Hochfranken in Rehau.

Die Einführung der Bioabfalltonne im Landkreis Neustadt bringt nicht nur die Abfallentsorgung im Landratsamt, sondern auch den Kreistag in Zugzwang. Im Stadtgebiet Weiden werden schon länger Bioabfälle getrennt. Allerdings reiche die Menge der Bioabfälle nicht, eine innovative Anlagentechnik für eine wirtschaftliche, energetische und stoffliche Verwertung kommunaler und gewerblicher organischer Abfälle rentabel zu betreiben. Deshalb wollten die Genossen eine Bioabfall-Vergärungsanlage in Augenschein nehmen.

Dipl. Ing. Eric Priller von der Firma Energy Solutions, ein Unternehmen der Rehau-Gruppe, gab den Kommunalpolitikern einen Einblick in die Modellanlage "Hochfranken", die seit 2014 mit einer Kapazität von 30 000 Tonnen Bioabfall in Betrieb genommen wurde.

Zum Einsatz kommt bei der Anlage Hochfranken die Bioabfallvergärungstechnologie einer Entwicklung von "Wastergy" mit der Zielsetzung einer verbesserten Wirtschaftlichkeit sowie niedriger Geruchsemissionen. Die Nassvergärung erreiche einen erhöhten Biogasertrag und ermögliche hochreinen Fertigkompost. Ein geringer Betriebsaufwand und eine große Prozess-Stabilität werden zudem gewährleistet. Beeindruckt zeigten sich die SPD-Stadt- und Kreisräte über die Ausführungen.

Eine derartige Anlage ist auch für unsere Region eine gute Möglichkeit der interkommunalen Zusammenarbeit und bietet die Chance, CO2-neutrale Energie anzubieten.Roland Richter

Eine derartige Anlage möglicherweise in Weiden/Neustadt errichten zu können, steht für die SPD-Kommunalpolitiker aus Weiden und dem Landkreis außer Zweifel. Dass dies aber nur im Wege einer interkommunalen Zusammenarbeit möglich sein wird, kam ebenso zur Sprache.
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