Stadt droht mit Anzeigen
Immer mehr Hausmüll an öffentlichen Plätzen

"Wir zeigen jeden an, der seinen Hausmüll illegal entsorgt", droht Bürgermeister Rupert Troppmann. Nicht nur ihm stinken solche Entsorgungsmethoden. Bild: hfz

Bürgermeister Rupert Troppmann reicht's: "Wir zeigen jeden an, der seinen Hausmüll illegal entsorgt." Das Problem, das dahintersteckt, bekommt in erster Linie der Bauhof ab, erklärt Leiter Johannes Neumann. Seine Truppe hatte erst vergangene Woche zehn neue Papierkörbe im Stadtgebiet installiert, vor allem dort, wo schon Spender für Hundekotbeutel hängen.

Statt für recht teure Körbe mit Drahtgeflecht, hatte sich die Stadt für Kunststoffbehälter mit kleinerer Öffnung entschieden. Die sollten Umweltsünder davon abhalten, ihren gesamten Hausmüll säckeweise auf Kosten der Allgemeinheit dort zu entsorgen.

Der Erfolg bleibt bislang aus. Troppmann appelliert deshalb an Nachbarn und Spaziergänger, die Augen offen zu halten: "Melden Sie diese Schmutzfinken bei uns im Rathaus."

Über die Zunahme des Müllfrevels kann Bauhof-Chef Neumann nur spekulieren. "Es ist schon seit Jahren immer mehr Hausmüll in den Papierkörben." Das könne damit zu tun haben, dass manche sparen wollen, indem sie zu kleine Aschentonnen ordern und den Rest dann der Stadt überlassen oder als Mieter gar keine Tonnen haben. Genaueres ist schwer zu ermitteln. Neumann und seine Leute haben im Stadtgebiet keine Schwerpunkte für illegale Entsorgung ausgemacht. "Eigentlich ist es überall gleich schlimm."

Die Sündenböcke müssen auch nicht unbedingt Neustädter sein. Die Stadt hat nicht zuletzt wegen Landratsamt, Schulen und Geschäften viel Durchgangsverkehr.
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