Stadtrat überlegt Papier durch Tablet-PC zu ersetzen
Infos im System

Rathauschef Rupert Troppmann bleibt einem Ratsinformationssystem gegenüber auch nach der Vorstellung durch Ferdinand Beer von der Firma Komuna skeptisch. Dritter Bürgermeister Heribert Schubert (SPD) hatte sich in einer der vergangenen Sitzungen des Stadtrates für die Anschaffung der entsprechenden EDV stark gemacht.

Allein in dieser Legislaturperiode hätten sich 180 Städte und Gemeinden für dieses jüngste Kind des niederbayerischen Spezialisten für Kommunalverwaltungen entschieden, sagte der Leiter der Kundenbetreuung. Darunter seien Floß, Pressath, Windischeschenbach und Moosbach.

In Bereichen wie dem Einwohnermeldewesen, in der Finanzverwaltung und bei Wahlen vertraut die Stadt bereits seit 2000 auf Produkte dieser Firma. Das Ratsinformationssystem ergänze dies und gebe den Stadträten die Möglichkeit auf alle Unterlagen, die sie für ihre Arbeit bräuchten on- und offline zuzugreifen. "Die Infos werden thematisch zugeordnet, lassen sich per Volltextsuchfunktion problemlos finden, auch mit Unterlagen, die in früheren Sitzungen behandelt wurden", warb Beer. Es sei möglich, die Unterlagen mit elektronischen Anmerkungen zu versehen, antwortet er auf eine Frage von Peter Reiser (FW). Außerdem versprach der Firmenvertreter höchste Sicherheit der Daten.

Die Anschaffung kostet 6675 Euro plus 1725 Euro für eine App, die das System auf handlichen Tablet-PCs verfügbar machen. Die laufenden Kosten pro Monat betragen 2 Prozent des Anschaffungspreises.

Für Troppmann macht das System nur Sinn, wen sich viele Räte ein solches Gerät anschaffen, das sie auch mit in die Sitzung bringen können. Sonst müssten sie die Unterlagen, die sie derzeit noch von der Verwaltung bekämen selbst ausdrucken. "Ich würde dagegen stimmen, wenn die Rechner aus dem kommunalen Haushalt angeschafft werden." Im nächsten Schritt beraten sich nun die Fraktionen intern, wie sie zu dem System stehen.
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