Stadtrat vergibt zehn Gewerke zur Sanierung der Grundschulturnhalle
Sportlicher Zeitplan

Ein fast historisches Bild gibt die Turnhalle der Grundschule ab. In Kürze soll die Generalsanierung starten, die zum Schulbeginn nach den Ferien fertig sein soll. Der Stadtrat vergab jetzt die ersten Arbeiten. Bild: Götz

Im Herbst sollen die Grundschüler wieder in der Turnhalle Hand- und Fußball spielen können. Für Handwerker und die Stadt bedeutet das bei der Generalsanierung eine sportliche Vorgabe.

Mit 850 000 Euro ist die ambitionierte Maßnahme veranschlagt. In einer ersten Runde vergab der Stadtrat Aufträge für über 370 000 Euro. Damit können die ersten Fachleute mit dem Entfernen der alten Fassade an dem 40 Jahre alten Gebäude bald loslegen. Laute Arbeiten sollen möglichst in den Ferien erfolgen, doch auch während der Schulzeit wird die Sanierung laufen. Am Ende wird kaum mehr als der Rohbau noch aus den Anfangstagen stammen.

"Die Kosten stiegen gegenüber den Schätzungen um 38 000 Euro", sagte Bürgermeister Rupert Troppmann dem Stadtrat vor der Vergabe der Gewerke für Baukonstruktion und technische Anlagen. "Diese Erhöhungen sind gesetzlich, technisch oder aufgrund der Ausschreibungen begründet." Der Rathauschef hofft auf eine Nachförderung von der Regierung.

Zwei Trinkwasserspender


8000 Euro Mehrkosten ergeben sich, weil durch Änderungen bei der Wasserversorgung aufgrund gesetzlicher Vorschriften mehr umgebaut werden muss, als zwecks der Funktionalität nötig ist. Damit entspreche aber dann die gesamte Schule den aktuellen Verordnungen. 2000 Euro kosten Trinkwasserspender in Aula und Turnhalle und 6000 Euro ballsichere Einbauleuchten in die Deckenplattenheizung. Je 8000 Euro werden fällig für die elektronische Steuerung und als Ersatz der bisherigen Umluftheizung in Umkleide-, Dusch- und sonstigen Nebenräumen. Das erhöhte Ausschreibungsergebnis schlägt mit 6000 Euro zu Buche.

Bei den ersten zehn Vergaben für das Großprojekt kam die Weidener Firma Fenzl bei der Heizungs- (104 080,85 Euro) und bei der Sanitärinstallation (49 573,57 Euro) zum Zug. Die Fliesenarbeiten gehen für 22 047,75 Euro an Parakenings in Kulmain. A+I Asphalt- und Isolierbau Weiden erhält 45 087,20 Euro für die Dachabdichtung.

Die Weidener Firma Weber stellt für 22 520,75 Euro die Gerüste auf, und die Estricharbeiten (4947,63 Euro) übernimmt das Hahnbacher Unternehmen HKR-Bau. 24 583,62 Euro kostet der Vollwärmeschutz, den die Firma Rewitzer aus Pleystein ausführt.

Der zweitgrößte Posten mit 84 882,70 Euro ist das Gewerk Abbruch, Erd-, Entsorgungs-, Maurer- und Asbestsanierungsarbeiten, das an die Firma Kreuzer aus Lanz ging. Die Innenputzarbeiten erledigt die Pleysteiner Firma Gallitzendörfer für 9161,81 Euro.

Weitere Vergaben folgen


Ohne Aufschlag will die Firma Distner die Fenster im Mitteltrakt zur Grundschulturnhalle hin ersetzen. Das Wiesauer Unternehmen war bereits bei der energetischen Sanierung der Bildungsstätte mit diesen Arbeiten betraut und wird dies jetzt für 3544,83 wieder sein. Weitere Vergaben für die Sanierung sind in den Sitzungen im März und April geplant.

Engpässe für SportlerEs wird eng für den Schul- und Vereinssport in der Stadt. Achim Neupert appellierte deshalb im Stadtrat an die Kreisräte in der Runde, sich im Kreistag beim Thema Realschulturnhalle besonders einzusetzen. So solle der Kreis auch nachdenken, ob nicht der Neubau einer Zweifachhalle möglich sei. Wie berichtet, ist die Realschulturnhalle derzeit wegen Schäden an der Holzkonstruktion des Daches gesperrt. Bei dem Gebäude höre der Sanierungsbedarf nicht beim Dach auf, sagte der SPD-Sprecher. Problematisch werde es für die Vereine - allen voran für Neustadts Vorzeige-Basketballer der DJK - wenn in zwei bis drei Jahren die Sanierung der Turnhalle des Gymnasiums anstehe, so Neupert.

Bürgermeister Rupert Troppmann verwies auf die prinzipielle Zuständigkeit des Kreises für Entscheidungen zur Realschulturnhalle. Außerdem sei es wegen der Feuerwehrzufahrt gar nicht möglich, die Sportstätte größer zu bauen. (ui)
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