Streit um "Bauer-Villa" in Johann-Dietl-Straße
„Das kann doch kein Denkmal sein“

Bürgermeister Rupert Troppmann kann die Auffassung des Landesamtes für Denkmalpflege nicht nachvollziehen, das die Bauer-Villa unter anderem wegen kunsthistorisch wertvoller Stuckdecken unter Denkmalschutz stellen will. Bild: ui

In Rage brachte ein Schreiben des Landesamtes für Denkmalschutz den Neustädter Bürgermeister. Für Rupert Troppmann ist es nicht nachvollziehbar, dass die Bauer-Villa in die Denkmalschutzliste aufgenommen werden soll. Auch der Bauausschuss sieht nach einer Besichtigung weder historische noch künstlerische Gründe, die dies rechtfertigen würden.

Das Geburtshaus des ehemaligen Bürgermeisters Gerd Werner unterhalb des Weges vom Seniorenheim zum Friedhof ist von einer Familie Bauer gebaut worden. Für lediglich etwa 20 Jahre wohnte die Industriellenfamilie Zacharias Frank in dem Gebäude. Die Stuckdecken im neoklassizistischen Stil repräsentierten den Wohnstil einer Industriellenfamilie, hatte die Behörde argumentiert.

"Schaut euch die mal an", forderte der Rathauschef die Mitglieder des Ausschusses auf und führte sie in das seit langem unbewohnte Erdgeschoss des Hauses, das der Stadt gehört. Die sahen für eine weitere Nutzung des Gebäudes riesigen Renovierungsbedarf und teilenTroppmanns Meinung, gegen die Aufnahme in die Denkmalschutzliste Einspruch einzulegen.
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