Basketball
Arbeitssieg nach hartem Kampf

In einer spannenden Begegnung zwischen der DJK Neustadt/WN und dem BV Chemnitz 99 II mit zwei starken Defensivreihen blieb über weite Strecken nicht viel Platz für spielerischem Glanz. DJK-Aufbauspieler Tobias Merkl (am Ball), der vor allem in der Verteidigung überzeugte, sorgt hier für einen dieser wenigen Momente. Bild: Tobias Schwarzmeier
Sport
Neustadt an der Waldnaab
21.11.2016
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Ein solches Spiel muss man erst einmal gewinnen. Eigentlich waren die Neustädter Regio-Basketballer als Favoriten ins Heimspiel gegen den BV Chemnitz 99 II gegangen. Doch der Tabellenelfte war angetreten, um es der DJK nicht zu leicht zu machen und ging das sehr geschickt an.

Das sah auch Stefan Rupprecht so, der am Samstag stellvertretend für den regulären Coach Uwe Glaser das Team führte: "Ein großes Lob an Chemnitz. Sie hatten einen guten Plan gegen uns und haben gegen den Ball sehr gut gespielt", sagte Rupprecht nach dem hart erarbeiteten 68:58 (28:32)-Arbeitssieg der DJK anerkennend. Im Angriff agierten die mit NBBL-Spielern sehr jung aufgestellte Zweitligareserve der Niners Chemnitz aber letztlich zu harmlos. Lediglich der wurfstarke Marius Wiegand (18 Punkte, 4 Dreier) sorgte aus der Distanz für Gefahr. "Defensiv hatten wir kaum Probleme mit ihren Angriffen", resümierte Rupprecht.

Die Sachsen glichen diese Defizite jedoch mit sehr körperbetontem Spiel aus. Aggressive Zweikämpfe mit vielen Nickeligkeiten prägten die Partie in der Gymnasiumhalle. Und die Gäste hatten zunächst Erfolg damit. Neustadt fand nicht in seinen gewohnten Rhythmus und blieb im Abschluss schwach. Das Ergebnis: Die 342 Fans in der Gymnasiumhalle sahen über zwei Viertel ein punktearmes Kampfspiel mit wenig spielerischem Glanz. Spannend war es wegen des engen Spiels aber allemal.

Wende nach der Halbzeit


"Wir taten uns sehr schwer, gegen den Druck von Chemnitz unser Spiel aufzuziehen, unsere Systeme zu spielen." Rupprecht war sichtlich bedient, denn sein Team musste beim Spielverlauf, in dem die Gäste meist mit wenigen Punkten vorne lagen, deutlich zulegen, um den Schalter noch umzulegen. Die Halbzeitansprache schien zu wirken, denn der Dritte der 2. Regionalliga Nord kam wie verwandelt zurück.

Sie hatten einen guten Plan gegen uns und haben gegen den Ball sehr gut gespielt.DJK-Coach Stefan Rupprecht


Plötzlich war mehr Ruhe im Spiel, der Ball lief besser, die Aufbauspieler Michael Kurz und Tobias Merkl trugen die Angriffe sicher vor. Alle DJK-Spieler - allen voran die Power-Forwards Ondrey Stych, Lukas Bieber und Adrian Saro nahmen die Härte besser an. "Es hat mir sehr gefallen, wie die Mannschaft es in der zweiten Hälfte geschafft hat, das Spiel in den Griff zu bekommen", sagte Rupprecht. "Wir haben kontrollierter gespielt und durch besseres Teamspiel unsere individuelle Überlegenheit endlich ausgenutzt." Saro und Stych waren im Zug zum Korb nicht zu stoppen und punkteten zuverlässig. Das Spiel war gedreht.

Coach als Zuschauer


Auch Uwe Glaser war am Ende zufrieden. Der DJK-Coach, der es unerwartet noch rechtzeitig von einem JBBL-Einsatz zum Spiel schaffte, hatte als "Zuschauer" einen ungewohnten Blick auf das Spiel seines Teams. "Defensiv war es nicht schlecht, da haben wir den Grundstein zum mühsamen Erfolg gelegt. Vor allem Tobi Merkl hat ganz stark gegen den schnellen Chemnitzer Aufbauspieler Noah Berge gearbeitet", so Glaser. Das größte Lob bekam aber Stefan Rupprecht. "Stefan hat taktisch alles richtig gemacht und die nötigen Ansagen gegeben", dankte Glaser seinem Trainerkollegen. "Es freut mich auch, dass seine Erfolgsserie als ,Aushilfscoach' gehalten hat."

DJK Neustadt: Stych (19 Punkte/2 Fouls), Saro (18/2), Kurz (15/3), T. Merkl (7/3), Bieber (5/3), Gibson (2/2), Meißner (2/0), S. Merkl (0/3) und Wunderlich (0/1).

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