Basketball
Debakel für DJK Neustadt

Selbst Tobias Merkl (links) fand gegen den BBC Coburg nicht zur gewohnten Stärke. Der „Topscorer vom Dienst“ der DJK Neustadt kam nur auf vier Punkte. Archivbild: A. Schwarzmeier
Sport
Neustadt an der Waldnaab
23.02.2016
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Zahlen können manchmal täuschen. Bei der Auswärtspleite der Neustädter Regio-Basketballer beim BBC Coburg sagte eine Statistik jedoch alles: Endstand 46:102 hieß es aus Sicht der Neustädter. Bis zur Halbzeit erzielte das Team gerade einmal acht Punkte.

"Da ist wirklich gar nichts gegangen. Ich habe so etwas noch nicht erlebt", sagte ein konsternierter DJK-Coach Uwe Glaser nach dem schwarzen Samstagnachmittag in Coburg. Natürlich war Neustadt - immerhin Tabellensechster - als absoluter Außenseiter zum dominierenden Tabellenführer gefahren. Eine Niederlage war zu erwarten, aber nicht in dieser Höhe.

Vorgaben nicht umgesetzt


Doch der auf allen Positionen bärenstarke Gegner oder die beeindruckende Atmosphäre in der Huk-Arena waren nicht die einzigen Faktoren, die zur Niederlage führten. "Die erste Halbzeit war schlicht und ergreifend ein Desaster. Das war nicht alleine an Coburg gelegen, sondern die Einstellung hat absolut gefehlt", sagte Glaser zu der "peinlichen Vorstellung" in den ersten 20 Minuten. "Nichts von dem, was ich vorgegeben hatte, wurde umgesetzt."

Dazu begannen die Gastgeber mit hohem Tempo und Druck und überrollten die Neustädter mit einem 21:0-Lauf förmlich. Liga-Topscorer Steffen Walde (30 Punkte) und sein Team, in dem jeder Spieler punktete, bauten die Führung kontinuierlich aus, während bei Neustadt auch Einzelaktionen nicht zum Erfolg führten. Die DJK - ohne Captain Stefan Merkl und Jonas Meißner angetreten - kam einfach nicht ins Spiel. Erst nach der Pause sahen die Zuschauer ein nicht ganz so einseitiges Basketballspiel. Mit 14:17 und 24:32 gestalteten die Neustädter die folgenden Viertel deutlich erträglicher. Außer Adrian Saro (10 Punkte) traf aber kein DJK-Spieler zweistellig.

"Nach dem Wechsel hat dann zumindest jeder versucht, zu zeigen, dass wir auch Basketball spielen können", sagte Glaser. Ein paar Veränderungen, wie eine Pressverteidigung, führten zu einigen Ballgewinnen.

"Wenn wir aber nicht ein gewisses Maß an Disziplin zeigen, dann kommen solche Vorstellungen raus", analysierte Glaser, der aber Lichtblicke sah: "Jevon Perschnick war um Struktur bemüht und auch Jakob Sailer und Tom Kuchinka haben versucht, dagegen zu halten. Insgesamt war es aber ein Spiel, das man schnell vergessen sollte", so Glaser.

DJK: Saro (10 Punkte/0 Fouls), Gibson (9/3), Ponfick (7/2), Stych (5/2), Kuchinka (4/0), T. Merkl (4/3), Bieber (3/3) und Perschnick (0/3)

Die erste Halbzeit war schlicht und ergreifend ein Desaster. Das war nicht alleine an Coburg gelegen, sondern die Einstellung hat absolut gefehlt.DJK-Coach Uwe Glaser


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