Basketball
DJK Neustadt gewinnt Krimi gegen TTL Bamberg

Den Korb im Visier: Terrence Gibson war ein Fels in der Verteidigung und offensiv von Bamberg nicht zu stoppen. Archivbild: A. Schwarzmeier
Sport
Neustadt an der Waldnaab
14.11.2016
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Bamberg lag vorne. Seit dem zweiten Viertel rannten die Neustädter Regio-Basketballer vergeblich einem Rückstand hinterher. Bis in die vorletzte Spielminute. Dann sorgte ein Paukenschlag für die schon nicht mehr erwartete Wende für die DJK.

"Es war ein wirklich glücklicher Sieg", meinte ein erleichterter Uwe Glaser nach dem hart umkämpften 72:70 (34:38)-Auswärtserfolg vor 100 Zuschauern beim TTL Bamberg. "Spielerisch sind wir einiges schuldig geblieben, aber die Leidenschaft, mit der wir im letzten Viertel das Spiel gedreht haben, hat mir wirklich gefallen."

Zuvor lief das streckenweise zerfahrene Spiel am Sonntag wie schon mehrfach bei Begegnungen in dieser Saison. "Wir sind zwar gut in die Partie gekommen und haben nach dem ersten Viertel geführt. Dann haben wir aber wieder die Zügel schleifen lassen", bilanzierte der DJK-Coach. Ineffektive Einzelaktionen verhinderten, dass das Team offensiv sein Potenzial voll ausschöpfen konnte. Die Folge: Zu viele Ballverluste. Bamberg dominierte bei den Rebounds und übernahm die Kontrolle. Im dritten Viertel war der Rückstand Neustadts gegen den heimstarken Tabellenfünften erstmals zweistellig.

Die Oberfranken bauten dabei auf den ehemaligen ProB-Center Joseph Kennerly (18 Punkte). Der 2,06 Meter große US-Amerikaner dominierte durch seine Physis die Körbe. "Er war so stark, dass wir ihn im Lowpost doppeln mussten. Dadurch waren die Bamberger Werfer oft frei", erzählt DJK-Captain Stefan Merkl. Zehn Dreier standen so am Ende für den TTL zu Buche. "Bamberg hat sehr viele Dreier genommen. Das haben wir nicht gut verteidigt", sagte Glaser. "Ihre Quote blieb bei 36 Versuchen aber überschaubar."

Merkl mit Monster-Dreier


Den entscheidenden Dreier aber warfen die Neustädter. Und was für einen. Tobias Merkl, sonst glücklos aus der Distanz, glich mit einem Wurf aus 8 Metern die Partie aus. Nach diesem Schock für den TTL erzielte der seit Wochen stark spielende Adrian Saro mit einem Lay-up wenige Sekunden vor dem Ende den Siegtreffer. Zuvor hatte die DJK angetrieben von Terrence Gibson, eine bemerkenswerte Aufholjagd hingelegt.

"Um die Offensive der Bamberger zu stoppen, hatten wir auf Zone umgestellt", so Glaser. "Das ist nur gelungen, weil vor allem Terrence eine überragende Performance in der Verteidigung gezeigt hat." Gibson, der mit Kennerly vor zwei Jahren bei den bayerischen 3x3-Meisterschaften in Neustadt gemeinsam angetreten war, machte den Unterschied. Auch Stefan Merkl war begeistert: "Terrence hat sehr mutig, fast waghalsig gespielt und uns emotional getragen."

Die Würfe wurden nun besser verteidigt und in der Zone gelang Bamberg im letzten Viertel kein Punkt mehr. Ein 7:0-Lauf mit zwei Drei-Punkte-Spielen verkürzte den Rückstand, ehe Merkl den Wirkungstreffer setzte. Mit dem Erfolg im richtungweisenden Spiel gegen den zuvor punktgleichen TTL verteidigte Neustadt seinen dritten Tabellenplatz in der 2. Regionalliga Nord, Bamberg ist nun Siebter.

DJK Neustadt: T. Merkl (17 Punkte/2 Fouls), Gibson (13/4), Meißner (10/2), Saro (10/3), Kurz (9/2), Bieber (8/2), Stych (5/3) und S. Merkl (0/1)
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