Basketball
DJK Neustadt siegt im Saisonfinale

Nach dem Schlusspfiff feierten die Regio-Spieler und Betreuer der DJK Neustadt, darunter Matchwinner Michael Kurz (Zweiter von links), ausgelassen mit den rund 400 Fans. Bild: Tobias Schwarzmeier
Sport
Neustadt an der Waldnaab
12.04.2016
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Die Neustädter Regio-Basketballer können einfach nicht anders. Obwohl der Tabellensiebte mit 16 Punkten Vorsprung ins Schlussviertel ging und das Spiel gegen die TG Würzburg sicher im Griff hatte, sicherte erst der letzte Wurf der Saison den verdienten, aber unnötig knappen 66:63 (28:20)-Erfolg.

Der letzte Dreierversuch der Gäste mit (oder knapp nach) der Schlusssirene ließ den Atem der 400 DJK-Fans in der Gymnasiumhalle stocken. Der Ball schien in den Korb zu fallen, sprang aber noch heraus. Würzburg, das sich mit einem Treffer in die Verlängerung gerettet hätte, wurde für eine späte Aufholjagd nicht belohnt. Mit einer 13:0-Serie in vier Minuten zum 51:47 für die DJK war der Tabellenfünfte noch einmal in Schlagdistanz gekommen und glich in der Schlussminute sogar zum 63:63 aus.

Comeback von Mike Kurz


Die Schwächephase der Neustädter erlaubte aber ein Saisonfinale wie aus einem Sport-Märchen. Michael Kurz, der nach einem langen Jahr Verletzungspause am Samstag erstmals wieder auflief, entschied die Partie. Der Aufbauspieler erzielte 10 seiner 14 Punkte in den vier letzten Minuten und behielt mit 3 von 4 Freiwürfen nach dem Ausgleich die Nerven. "Ich bin froh, dass wir den Fans einen Sieg zum Saisonabschluss bieten konnten, auch wenn es unnötig spannend wurde. Aber so kam Stimmung in die Halle", sagte Coach Uwe Glaser. "Besonders gefreut hat mich das Comeback von Mike, der gleich Matchwinner wurde."

Was wäre wenn, dürften sich einige Fans gedacht haben. Ein gesunder Kurz hätte dem Spiel der DJK in ihrer ersten Saison in der 2. Regionalliga Nord eine wichtige zusätzliche Qualität gegeben. "Wir hatten mit Tobias Merkl den zweitbesten Scorer der Liga und waren dahinter variabel und breit aufgestellt. Mit mehreren Spielern, die zweistellig punkten und auch auf unterschiedlichen Positionen eingesetzt werden konnten", lobte Glaser die bärenstarke Teamleistung. Einzig ein konstanter Dreierschütze habe gefehlt.

Auch sonst fällt Glasers Saison-Rückblick positiv aus: "Insgesamt kann man sehr zufrieden sein. Sportlich hatten wir den Klassenerhalt bereits fünf Spieltage vor Ende geschafft. Das hätte ich vor der Saison nicht erwartet." Und das nach den "typischen Startproblemen eines Aufsteigers". "Ärgerlich war, dass wird da mit Nürnberg und Neumarkt auf Gegner getroffen sind, die in der Abschlusstabelle deutlich hinter uns gelandet sind", so der Coach.

Wende nach dem Derby


"Aber gerade das Spiel in Neumarkt hat für uns die Wende gebracht, weil wir danach intensiver trainiert haben und fokussierter waren. Mit dem ersten Sieg gegen Chemnitz hat das Team gespürt, dass es mithalten kann. Letztlich haben wir auch nur gegen die ersten drei in der Tabelle beide Spiele verloren." Bei diesen teils hohen Niederlagen sei zu sehen, wo noch Luft nach oben ist. "Wir haben uns in einigen Spielen zu schnell ergeben. Außerdem hat uns manchmal die taktische Disziplin gefehlt, die man gegen individuell gleichstarke oder bessere Gegner benötigt. Aber das war auch für mich ein Lernprozess." Ein Sonderlob hatte Glaser für die Unterstützung der DJK-Fans: "Die besondere Atmosphäre in der Gymnasiumshalle hat durchaus die gegnerischen Teams beeindruckt."

DJK Neustadt: Kurz (14 Punkte/2 Fouls), Meißner (11/2), T. Merkl (10/2), Stych (9/4), Ponfick (8/4), Saro (6/2), Bieber (6/2), Kuchinka (2/1), S. Merkl (0/2) und J. Sailer (0/3)
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