Basketball
DJK Neustadt verpasst Sensation knapp

Tobias Merkl (am Ball) war mit unglaublichen 37 Punkten der dominierende Spieler auf dem Feld. Dennoch reichte es für die DJK Neustadt gegen den Tabellenzweiten Science City Jena II nicht für den dritten Sieg in Folge. Bild: A. Schwarzmeier
Sport
Neustadt an der Waldnaab
15.03.2016
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Aus der befürchteten Klatsche wurde nichts. Im Gegenteil: Die Neustädter Regio-Basketballer ärgerten den haushohen Favoriten aus Science City Jena bis in die Schlussminute hinein - und verpassten beim 81:85 (47:46) die große Sensation nur hauchdünn.

Die DJK-Fans trauten ihren Augen nicht. Neustadt gab dem Tabellenzweiten, der in dieser Saison nur zwei Niederlagen kassierte und als einziges Team Tabellenführer BBC Coburg schlug, Paroli. Vergessen war die 125:78-Niederlage im Hinrundenspiel, nach der am Samstag vor allem die Maßgabe galt: Nur nicht unter die Räder kommen.

Neustadt jedoch nahm von Beginn an das Tempo und die extreme Härte im Spiel der technisch glänzenden Thüringer an. Das war insofern bemerkenswert, da die Zweitligareserve in starker Besetzung angereist war.

Beste Saisonleistung


"Ich denke, dass die Zuschauer ein Spiel gesehen haben, das auf beiden Seiten eine bisher kaum gesehene Intensität gezeigt hat", war auch DJK-Coach Uwe Glaser von der besten Saisonleistung seines Teams beeindruckt. "Jena ist für mich vom Spielstil her das aktuell beste Team in der 2. Regionalliga und nicht umsonst jetzt bereits zum 18. Mal in Folge ungeschlagen geblieben." Dies zeigten die Gäste auch: Mit einer kompromisslosen Pressverteidigung setzten sie den Tabellensechsten unter Dauerdruck. Offensiv bewiesen sie mit hoher Schlagzahl und Trefferquote aus der Distanz ihre Extra-Klasse.

Tobias Merkl überragend


Trotzdem hätte Neustadt beinahe die Türe zur Meisterschaft für Jena endgültig zugemacht. Auch ohne Stefan Merkl, Terrence Gibson und Tom Kuchinka bot die DJK eine unglaubliche kämpferische Teamleistung. Junge Spieler wie Christoph Sailer wuchsen über sich hinaus. Tobias Merkl toppte dies noch mit einer wahren Basketball-Gala. Der zweitbeste Scorer der Liga hatte einen Tag erwischt, an dem fast alles funktionierte. Mit 37 Punkten, darunter 5 Dreier und 8 Treffer bei 9 Freiwürfen, befeuerte er das Spiel seines Teams.

Ich hätte natürlich gerne einen Sieg gesehen, aber ich kann sehr stolz auf meine Mannschaft sein, die gezeigt hat, dass sie zumindest zu Hause auch mit den besten Teams der Liga mithalten kann.Uwe Glaser, Trainer der DJK Neustadt


So stand es weniger als zwei Minuten vor dem Ende 81:81. Hier ging der DJK, die wegen dem jeweils fünften Foul von gleich drei Spielern nicht mehr wechseln konnte, die Luft aus. "Letztlich hat uns der Fehlstart nach der Pause einen möglichen Sieg gekostet, denn das ständige Hinterherlaufen in der zweiten Hälfte hat schon viel Energie gekostet, die uns vielleicht in der letzten Minute gefehlt hat", analysierte Glaser. "Aber ich will da niemandem einen Vorwurf machen, denn die Mannschaft hat sich hervorragend verkauft." Jena dagegen traf im Stile eines Spitzenteams 80 Sekunden vor dem Schlusspfiff den entscheidenden Dreier.

Dennoch war der DJK-Coach zufrieden: "Sowohl Jena als auch mein Team haben sehr viel investiert. Ich hätte natürlich gerne einen Sieg gesehen, aber ich kann sehr stolz auf meine Mannschaft sein, die gezeigt hat, dass sie zumindest zu Hause auch mit den besten Teams der Liga mithalten kann."

DJK Neustadt: T. Merkl (37 Punkte/3 Fouls), Saro (11/2), Ponfick (11/1), Stych (7/2), Bieber (6/5), Meißner (5/5), C. Sailer (4/2), Perschnick (0/5)

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