Basketball
DJK Neustadt will Coburger Profis ärgern

Mit Einsatzfreude und Zweikampfstärke wollen die Neustädter Basketballer (am Ball Ondrey Stych) gegen Tabellenführer BBC Coburg bestehen. Bild: A. Schwarzmeier
Sport
Neustadt an der Waldnaab
20.02.2016
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David gegen Goliath, Amateure gegen Profis, Gymnasiumturnhalle gegen Huk-Arena - es fielen einem viele Vergleiche ein, die die Kräfteverhältnisse der Neustädter Regio-Basketballer gegenüber dem übermächtigen Tabellenführer BBC Coburg beschreiben.

"In Coburg haben wir ein Spiel, in dem es sportlich für uns wenig zu verlieren gibt", sagt Uwe Glaser. Dennoch nimmt der DJK-Coach sein Team in die Pflicht: "Allerdings erwarte ich schon von meiner Mannschaft, dass wir uns besser verkaufen als beispielsweise in Jena oder in Würzburg, wo wir ersatzgeschwächt angetreten sind und uns einfach überrollen haben lassen." Ohne Jonas Meißner und Stefan Merkl und möglicherweise weiteren verletzungsbedingten Ausfällen besteht die Gefahr durchaus. Auch könnte die Ausgangslage nicht eindeutiger sein.

Auf der einen Seite der unter Profibedingungen arbeitende, ambitionierte Ligaprimus BBC Coburg, für den die Regionalligen mittelfristig nur Durchgangsstationen auf dem Weg in Deutschlands Top-Ligen sein sollen. Auf der anderen Seite der Aufsteiger aus der kleinsten Kreisstadt Bayerns, der zwar als aktueller Tabellensechster bisher alle Erwartungen übertroffen hat, aber in jeder Hinsicht immer am Limit spielt.

Wenn die Glaser-Truppe am Samstag in der 3530 Fans fassenden Huk-Arena vor bis zu 600 Zuschauern aufläuft, ist es ein Wiedersehen alter Bekannter aus Bayernligazeiten. Vor zwei Jahren - Coburgs Aufstiegssaison - war die DJK eines der wenigen Teams, das den auch damals dominierenden Tabellenführer etwas ärgern konnte. In beiden Spielen (76:86 und 76:82) hatte Neustadt den Favoriten am Rande einer Niederlage.

Mittlerweile ist Neustadt den Oberfranken in die 2. Regionalliga Nord gefolgt. Diese hatten im Vorjahr den zweiten Aufstieg hintereinander knapp verpasst und noch einmal kräftig aufgerüstet. Dementsprechend eindeutig endete das erste Aufeinandertreffen in der Hinrunde: 84:112 hieß es nach einer emotionalen Begegnung. Bis zur Halbzeit lieferten beide Mannschaften den Zuschauern jedoch eine begeisternde Werbung für Offensiv-Basketball.

Hartes Spiel für DJK


Gegen den Favoriten, der bisher nur eine Niederlage - im Duell der Überteams mit Jena - hinnehmen musste, wird es darauf ankommen, das Tempo und die Zweikämpfe anzunehmen, aber sich nicht das intensive Spiel Coburgs aufzwingen zu lassen. Spannend wird sicher auch das Aufeinandertreffen der besten Werfer der 2. Regionalliga Nord: Tobias Merkl (22 Punkte im Schnitt) gegen Coburgs Steffen Walde (21,4 Punkte).

Generell gilt es, mit einer niedrigen Fehlerquote zu agieren und viel von den Profis zu lernen. "Wir können in diesem Spiel das eine oder andere testen. Vor allem müssen wir aber wieder einen Rhythmus finden, der uns gegen Gotha in der Schlussphase gefehlt hat", sagt Glaser.

Vor allem müssen wir aber wieder einen Rhythmus finden, der uns gegen Gotha in der Schlussphase gefehlt hat.DJK-Coach Uwe Glaser


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