Basketball
Geschwächt zum Favoritenschreck

Ein unbequemer Gegner zum ungünstigen Zeitpunkt: Neustadts Basketballer müssen am Sonntag bei der BG Litzendorf antreten, der Spitzenteams besonders liegen. Die DJK soll nun das nächste Opfer werden. Die Gefahr ist groß, denn der Tabellendritte hat große personelle Probleme.

Schon mehrfach mischten die Oberfranken in dieser Saison die Spitze der 2. Regionalliga Nord kräftig auf. Der Tabellenzweite TG Würzburg unterlag daheim klar mit 63:83. Seine bisher einzige Niederlage. Auch der TTL Bamberg als Vierter hatte beim 66:50-Heimerfolg der BG deutlich das Nachsehen. Der ungeschlagene Tabellenführer Gotha zog sich mit einem hauchdünnen 72:68-Sieg gerade noch aus der Affäre.

Die Frage drängt sich daher auf, warum Litzendorf "nur" im Mittelfeld der Liga steht. Vielleicht ist es schlicht und einfach Pech. Sämtliche Niederlagen waren sehr knapp, mit fünf Punkten Differenz oder weniger. Dabei hat der Tabellensechste mit Maximilian Kolbert (17 Punkte im Schnitt) und Manuel Rockmann (16) eigentlich zwei starke Scorer, die ein Team tragen und für entscheidende Punkte sorgen können. Zum starken BG-Gesamtpaket kommen außerdem die meisten Freiwurfpunkte und eine starke Defensive dazu.

Beide Teams verbindet eine Geschichte mit vielen umkämpften Begegnungen in der Bayernliga. "In Litzendorf wird es sehr schwierig. Im letzten Jahr haben sie kein Heimspiel verloren", weiß Neustadts Coach Uwe Glaser. "Ähnlich wie Regensburg ist es eine schwer zu spielende, robuste Mannschaft. Alles Spieler, die die Bamberger Basketballschule durchlaufen haben und einfach wissen, wie man spielen muss."

Diese Erfahrung von jedem aus seinem DJK-Team zu erwarten, fällt dem Trainer mit Blick auf das Auswärtsspiel schwer. Denn mit Captain Stefan Merkl und Terrence Gibson (beide beruflich) sowie Adrian Saro (verletzt) fehlen drei Routiniers und Leistungsträger. Auch Daniel Wunderlich und Jakob Sailer fallen aus.

Wegen dieses Aderlasses setzt der DJK-Coach sein Vertrauen auf die Spieler aus der zweiten Reihe, die bereits beim Erfolg in Regensburg überzeugten. "Ich denke, dass die Jungen wieder gefordert sind", sagte Glaser und fügt hinzu: "Wir brauchen insgesamt auch wieder etwas mehr Struktur als in den letzten Spielen." Hier könnten die zwangsläufig längeren Einsatzzeiten der taktisch geschulten JBBL-Talente den Systemen Stabilität verleihen.
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