Basketball
Harte Prüfung für Neustadt

Glücklicherweise ist Jonas Meißner (rechts), der für das Coburg-Spiel ausfiel, gegen den TTL Bamberg wieder dabei. Der Neustädter Center war im Hinspiel bester Werfer gegen Bamberg. Archivbild: A. Schwarzmeier

Die Basketballer der DJK Neustadt haben etwas gutzumachen. Für ihre Fans aber vor allem gegenüber sich selbst. Für das Team von Head-Coach Uwe Glaser gilt es, die 46:102-Demontage am vergangenen Spieltag beim Tabellenführer BBC Coburg abzuhaken. Um wieder in den Rhythmus zu kommen, der in den vergangenen Wochen für überzeugende Leistungen sorgte, käme das Heimspiel am Samstag eigentlich gerade recht.

Doch der Gast um 17.30 Uhr in der Gymnasiumhalle heißt TTL Basketball Bamberg - ein ungünstiger Gegner, um den Schalter wieder umzulegen. Denn die sehr physische Spielweise des Tabellenvierten, der nach Jena die meisten Fouls begeht, ist sehr unangenehm. Zwar unterlagen die Neustädter im Hinspiel nur mit sieben Punkten Unterschied, dennoch ist der TTL in der aktuellen Konstellation nicht unbedingt ein "Gegner auf Augenhöhe". So hatte Glaser die Oberfranken vor der Hinrunden-Begegnung noch bezeichnet. Das knappe Spiel schien ihm zu diesem Zeitpunkt der Saison auch Recht zu geben. "Bamberg war jetzt nicht der unbesiegbare Gegner, aber wir waren streckenweise einfach zu unkonzentriert", hatte der Trainer nach dem Auswärtsspiel den Unterschied zwischen den Mannschaften erklärt.

Ungenutzte Fastbreak-Chancen, Schrittfehler und ineffektives Verhalten im Überzahlspiel bei der DJK hatten für den glücklichen Bamberger Triumph gesorgt. Ein Abspielfehler Neustadts verhinderte schließlich die Chance, noch in die Verlängerung zu kommen.

Seit dem Hinspiel haben sich beide Mannschaften aber weiterentwickelt. Der TTL zeigte eine enorme Konstanz und etablierte sich mit den Regnitztal Baskets hinter dem enteilten Spitzenduo Coburg/Jena. Gegen Lokalrivale Regnitztal unterlag Bamberg im Kampf um Platz drei am vergangenen Wochenende. Davor gewann das Team von Coach Rainer Wolfschmitt jedoch drei Spiele in Folge. Damit weist es als eines von nur vier Teams in der 2. Regionalliga Nord mehr Siege als Niederlagen auf.

Meißner wieder zurück


Die Stärken der Spieler um Topscorer Daniel Cheledinas (20,4 Punkte im Schnitt) liegen klar in der Offensive. Daher gilt es, die Gäste früh im Aufbauspiel zu stören und mit geringer Fehlerquote zu spielen. Glaser kann dafür wieder - anders als in Coburg - fast auf seinen kompletten Kader bauen. So kehrt auch Jonas Meißner zurück, der im Hinspiel beim TTL bester DJK-Werfer war. Der DJK-Center soll wieder seine Stärke unter den Körben ausspielen und wenige zweite Wurfchancen zulassen.

Spielentscheidend wird aber letztlich der Einsatzwille und die Zweikampfstärke sein. Dann kann mit den eigenen Fans im Rücken die Überraschung gelingen.
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