Basketball
Neustadt besiegt sich selbst

Da wäre mehr drin gewesen. So nahe wie bei der knappen 64:72 (30:36)-Niederlage waren die Neustädter Basketballer schon lange nicht mehr an einem Sieg in Würzburg dran. Doch es waren nicht die "Tropics", die der DJK den Strich durch die Rechnung machten.

"Wir haben uns eigentlich selbst geschlagen", fand Uwe Glaser nach der Partie am Samstag deutliche Worte. Dabei hatte der DJK-Coach zunächst allen Grund zur Freude. Ist das erste Viertel in der Würzburger Feggrube sonst oftmals für den Gegner schwierig, begann sein Team bärenstark.

"Wir haben im ersten Viertel wirklich ausgezeichnet gespielt, haben uns gut in der Verteidigung bewegt und in der Offense als Team zusammengespielt", so Glaser. 18:12 hieß es nach zehn Minuten für Neustadt.

Dann kam unvermittelt und komplett der Bruch: "Im zweiten Viertel waren wir offenbar der Meinung, es geht genauso weiter, ohne dass wir was dafür machen müssen. Deshalb haben wir den Faden verloren." In acht Minuten gelangen der DJK gerade einmal fünf Punkte. Angstgegner TG Würzburg dagegen schaltete aus einer guten Verteidigung schnell um und kam so ein ums andere Mal zu leichten Punkten.

Chancen nicht genutzt


Doch die kämpferische Einstellung stimmte, die Neustädter Spieler gaben sich nicht geschlagen. "In der zweiten Hälfte haben wir uns eigentlich gute Möglichkeiten herausgespielt, aber reihenweise einfache Abschlüsse vergeben", analysierte Glaser den weiteren Verlauf der Begegnung. "Dazu kommt noch, dass wir insgesamt 15 Freiwürfe vergeben haben." So könne man nicht gewinnen.

Am Ende sei der Würzburger Sieg laut dem enttäuschten Coach daher verdient, weil die Unterfranken einfach konstanter und insgesamt cleverer gespielt hätten. "Mit etwas mehr Konzentration wäre aber mehr als eine verhältnismäßig knappe Niederlage möglich gewesen", betont Glaser.

Im zweiten Viertel waren wir offenbar der Meinung, es geht genauso weiter, ohne dass wir was dafür machen müssen.DJK-Coach Uwe Glaser


"Würzburg war im Grunde schlagbar, aber sie hatten eine gute Mischung im Kader und vor allem viele große und schnelle Guards, die teilweise auch einen guten Schuss von Außen hatten", pflichtete Stefan Merkl bei. Der DJK-Captain sah neben der Abschlussschwäche noch einen weiteren Grund für die Niederlage - die Überlegenheit der Gäste beim Rebound und die vielen zweiten Chancen, die dadurch entstanden. Hier fehlten Adrian Saro und Daniel Wunderlich spürbar.

DJK verteidigt solide


Doch Uwe Glaser sah in der Niederlage nicht nur Negatives: "Defensiv war das größtenteils in Ordnung, was wir gespielt haben. Wenn wir offensiv unser Potenzial als Mannschaft mehr nützen, gewinnen wir solche Spiele auch. Die Niederlage haben wir uns selbst zuzuschreiben."

DJK Neustadt: T. Merkl (20 Punkte/3 Fouls), Bieber (16/3), Kurz (11/4), Stych (8/5), Gibson (6/5), Meißner (3/3), S. Merkl (0/3), C. Sailer (0/2) und Müller-Staschewski.



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