Basketball
Neustadt bezwingt Dresdner Titanen

Terence Gibson (Mitte, Szene aus der Partie gegen BC Dresden) wurde auch von den Dresden Titans immer wieder hart bedrängt, war aber einer der besten Werfer der DJK Neustadt. Bild: af
Sport
Neustadt an der Waldnaab
14.12.2015
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Die Ausgangslage war klar. Für die DJK ging es eigentlich nur darum, gegen den Favoriten Dresden Titans II möglichst dagegenzuhalten und ihren 220 Fans im letzten Heimspiel des Jahres einen großen Kampf zu liefern. Doch mit laufender Spielzeit wurde dem Aufsteiger klar: Da geht vielleicht was.

Am Ende jubelten die Neustädter über einen hauchdünnen 79:78 (29:37)-Erfolg, der völlig überraschend kam. Nicht nur, weil der Tabellenvierte in den vergangenen Wochen beeindruckende Leistungen abgeliefert und so auch DJK-Coach Uwe Glaser trotz Heimvorteils in der Gymnasiumhalle keinen Sieg eingeplant hatte.

Auch der Spielverlauf nährte die Hoffnung auf einen weiteren Heimsieg vor der Winterpause nicht: Nach einem hektischen Auftakt arbeitete sich das Dresdener Team von Coach Dainius Pleta einen Vorsprung mit bis zu zwölf Punkten heraus. Unerwarteterweise dominierten die Gäste die Begegnung dabei nicht, agierten nicht so druckvoll wie erwartet.

Merkl mit 30 Punkten


Dennoch schlug der Tabellenneunte daraus kein Kapital. Der Grund: Kaum einmal spulte das Team seine Systeme sauber ab. Viele Fehler sorgten dafür, dass Neustadt fast über die gesamte Begegnung in Rückstand lag. Meist waren es Einzelaktionen der starken Tobias Merkl (30 Punkte), Terrence Gibson (11) oder Adrian Saro (10), mit denen die Gastgeber punkteten. "Wir haben uns das Leben wieder selbst schwer gemacht, weil wir sehr passiv ins Spiel gegangen sind", sagte Glaser. "Wichtig war aber, dass wir den Schalter noch umlegen konnten und nach der Pause ein sehr gutes Spiel gemacht haben."

Nach der Halbzeit besann sich die DJK ihrer kämpferischen Qualitäten und kam in Schlagdistanz. Mehr als eine kurze Führung Mitte des dritten Viertels (42:41) gelang jedoch zunächst nicht. Dresden - ohne einige Pro-B-erfahrene Spieler angetreten - bot ein solides Angriffsspiel und war sowohl im Center-Spiel als auch durch Nils Niendorf (vier Dreier) von Außen stets gefährlich.

Als es vier Minuten vor dem Schlusspfiff langsam nach einem knappen Arbeitssieg der Titanen aussah, geschah das, womit keiner mehr gerechnet hatte. Aus einer nun konzentrierteren Teamleistung heraus stellte Merkl vier Minuten vor dem Schlusspfiff mit einer 8-Punkte-Serie zum 72:70 die Partie auf den Kopf.

Was folgte war ein "Krimi ohne Mord", wie es ein Neustädter Fan treffend bezeichnete. Zunächst glich Dresden aus. Danach lassen ein fehlgeschlagener Dunkingversuch und verworfene Freiwürfe die Fans zittern. Neun Sekunden vor dem Ende (76:75 für die DJK) müssen die Sachsen foulen. Aber Saro und Meißner treffen, so dass auch ein weiterer Dresdner Dreier am viel bejubelten Neustädter Sieg nichts mehr ändern kann.

DJK: T. Merkl (30 Punkte/4 Fouls), Gibson (15/4), Saro (10/3), Stych (8/3), Meißner (6/4), , Ponfick (5/4), S. Merkl (3/2), C. Sailer (2/0), Kuchinka.

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