Basketball
Neustädter Basketballer wollen mit einem Sieg in die Winterpause

Jonas Meißner (rechts) beweist Durchsetzungsvermögen auf dem Weg zum gegnerischen Korb: Die Regionalliga-Basketballer der DJK Neustadt wollen bei den Tropics Würzburg ihren fünften Saisonsieg feiern. Bild: A. Schwarzmeier

Noch einmal die letzten Reserven mobilisieren, heißt es für die Neustädter Regio-Basketballer am Samstag in Würzburg. Bei den in der Tabelle einen Platz vor der DJK stehenden "Tropics" will der Tabellensiebte die starke Hinrunde mit einem Erfolg abschließen. Dieser wäre in mehrfacher Hinsicht etwas Besonderes.

"Mit einem Sieg in Würzburg könnten wir uns schon der größten Sorgen entledigen. Allerdings wird das alles andere als einfach." DJK-Coach Uwe Glaser kann mit den Auftritten seiner Spieler in ihrer ersten Saison in der 2. Regionalliga Nord schon jetzt im Großen und Ganzen zufrieden sein. Mit den Punkten gegen Würzburg könnte der Aufsteiger aber mit fünf Siegen und sechs Niederlagen auf dem Konto aus einer guten Startposition im Mittelfeld heraus in die Rückrunde gehen. Die DJK wäre dem Ziel Klassenerhalt wieder einen Schritt näher.

Mit den Würzburgern trifft die DJK trotz umgebautem Kader noch auf einige alte Bekannte aus Bayernligazeiten. Auch die Spielhalle, die Feggrube, und ihr begeisterungsfähiges Publikum ist aus einigen hochspannenden Begegnungen noch gut im Gedächtnis. Es wird also keine einfache Aufgabe, verfügt die TG doch über ein homogenes Team um Topscorer und Dreierspezialisten Christoph Horzella (15 Punkte im Schnitt).

Auch wenn der Tabellensechste bisher nach Jena die wenigsten Dreier erzielte, ist er brandgefährlich. Seine Stärke im "Eins gegen eins" unter dem Korb und seine Ganzfeld-Pressverteidigung wird von den Neustädtern hohe Konzentration und viel Geduld fordern. Auch der Blick auf die letzten, durchwachsenen Ergebnisse der Unterfranken - nur ein Sieg aus fünf Spielen - relativiert sich schnell, wenn man genauer hinsieht. "Niederlagen bei den Dresden Titans, die mit ihren Pro-B-Spielern angetreten sind, und zu Hause gegen Jena muss praktisch jede Mannschaft einplanen", kommentiert Glaser den vermeintlichen "Durchhänger".

Lediglich die Pleite gegen Neumarkt dürfte nicht eingeplant gewesen sein. Gegen Nürnberg habe die Mannschaft dann gezeigt, wie spielstark sie ist. "Nürnberg ist, was die Ergebnisse angeht, in etwa vergleichbar mit uns", sagt Glaser. "Wir müssen auf jeden Fall bis an die Leistungsgrenze gehen, um die Punkte aus Würzburg mitzunehmen. Da müssen wir deutlich intensiver spielen, als am vergangenen Samstag in der ersten Hälfte."

Mit einem Erfolg würde Neustadt auch eine kuriose Serie in der laufenden Saison brechen. Sämtliche Siege holte das Team gegen Mannschaften aus Sachsen und Thüringen, gewann sogar bisher außer gegen Jena jedes Spiel gegen die ostdeutschen Vertreter in der Regio. Alle fünf Spiele gegen bayerische Teams gingen dagegen verloren. Das will die DJK Neustadt am Samstag nun ändern.
Mit einem Sieg in Würzburg könnten wir uns schon der größten Sorgen entledigen. Allerdings wird das alles andere als einfach.Uwe Glaser, DJK-Coach
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