Details entscheiden Derby

Neben Weidens treffsicherem Vladimir Krysl (27 Punkte) war Neustadts Captain Tobias Merkl (hier mit einem Korbleger gegen Verteidiger Sergej Hacksteder) mit 31 Punkten und vielen starken Aktionen der auffälligste Spieler auf dem Feld. Bild: A. Schwarzmeier

Die Atmosphäre für ein Bayernliga-Derby hätte nicht besser sein können: Begeisterte Basketballfans, Trommler, Cheerleader, starke Schiedsrichter - nur das Ergebnis stimmte am Ende nicht für Gastgeber DJK Neustadt. Mit einem verdienten 96:88 (42:45)-Erfolg revanchierten sich die Weiden Baskets für die Hinrunden-Niederlage.

"Es war ein toller Derby-Tag mit einem tollen Gastgeber". Coocoon-Trainer Marco Campitelli war sichtlich begeistert. Mit gut 550 Zuschauern toppte das Derby sogar das Hinspiel - und wurde ein ebensolches mitreißendes Basketballevent. Die temporeiche, faire Begegnung auf hohem Niveau hielt, was ein Spitzenspiel des Zweiten gegen den Dritten versprach.

"Glückwunsch an Weiden. Die Mannschaft hat sich in einem intensiven Spiel am Ende nicht unverdient durchgesetzt", lobte Neustadts Coach Uwe Glaser den Konkurrenten, der nun bis auf einen Sieg an Neustadt herangerückt ist.

Kopf-an-Kopf-Rennen


Bis Minuten vor dem Ende trennte die Teams in der stets engen Partie immer nur wenige Punkte. Die 54:46-Führung der DJK Mitte des dritten Viertels war da eine Ausnahme. Doch der Tabellenzweite, dem mit Michael Kurz, Stefan Merkl und Daniel Wunderlich wichtige Spieler fehlten, nutzte das Momentum nicht.

"Der Grund war sicher in der außergewöhnlichen Trefferquote Weidens in der zweiten Hälfte zu suchen. Wir haben in der Verteidigung den Weg zum Korb zugemacht, aber keinen Zugriff auf die Schützen bekommen, von denen jeder mal getroffen hat, wenn er offen war", analysierte Glaser. "Unsere Quote ging nach dem Wechsel deutlich nach unten."

"Wir hatten was zum beweisen nach der Niederlage zu Hause", erklärte Campitelli den konzentrierten Auftritt seines Teams. "Entscheindend für den Erfolg war das Herz des Teams." Besonders Vladimir Krysl, der 18 seiner 27 Punkte im zweiten Durchgang erzielte, traf fast jeden Wurf. Auch den wichtigen Dreier zum 76:71, nach dem sich der Tabellendritte entscheiden absetzte.

Auf der anderen Seite machte Tobias Merkl (31 Punkte, 3 Dreier) ein herausragendes Spiel und hielt offensiv dagegen. Aber auch mit dem geschlossenen Auftritt seiner DJK könne er insgesamt zufrieden sein, so Glaser. "In engen Spielen fehlt uns aber noch manchmal die Cleverness, die Weiden gezeigt hat. Wirklich waren es Kleinigkeiten, die das Spiel zweier ähnlich starker Teams entschieden. Wie ein Steal vom starken Nick Johnson beim Einwurf, der mit einem Dreier abgeschlossen wurde. Oder die Freiwurfquote (DJK: 24/35, Weiden: 22/24). Oder einfache Korbleger, die die DJK - teils mit unnötigen Dunking-Versuchen - verlegte.

Mit dem Derby ist der Oberpfälzer Zweikampf aber noch nicht beendet. Während Neustadt als Zweiter mit zwei Siegen aus den verbleibenden Spielen noch Außenseiter-Chancen auf den Meistertitel hat, wollen die Coocoons ihnen den zweiten Platz noch streitig machen. Tabellenführer TTL Bamberg II muss dabei zunächst in Neustadt, dann in Weiden antreten. Was vom Derby bleibt, ist auf jeden Fall eine Werbung für den Basketball in der Region - und das spannendste Saisonfinale seit Jahren.

Neustadt/WN: T. Merkl (31 Punkte, 3 Dreier), Meißner (15), Gibson (13), Stych (12/1), Bieber (9), Hickman (5/1), M. Merkl (3/1), Bär, C. Sailer, J. Sailer, Pöss

Weiden: Krysl (27/5), M. Johnson (14/2), N. Johnson (12), Selinger (12/1), Jezek (10), Merriwether (10), Ringer (5), Hacksteder (4), Geiger (2)

DJK Neustadt Basketball im Web:
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