Erfolg gegen die Regensburg Baskets
Derbysieg für dezimierte DJK

Nach nur zwölf Minuten im Derby seiner DJK Neustadt bei den Regensburg Baskets wurde der Neustädter Coach Uwe Glaser nach Diskussionen mit den Schiedsrichtern auf die Tribüne geschickt. Archivbild: A. Schwarzmeier
Sport
Neustadt an der Waldnaab
28.11.2016
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Uwe Glaser schüttelt ungläubig den Kopf. Zum zweiten Mal in Folge sieht der Coach der Neustädter Regiobasketballer das Spiel seines Teams nur als Zuschauer. Dass er auf die Tribüne geschickt wurde, war aber nicht der einzige Aufreger beim 100:82-Erfolg der DJK im Oberpfalz-Derby bei den Regensburg Baskets.

Nachdem er es in der vergangenen Woche trotz eines JBBL-Einsatzes unerwartet noch zum Spiel geschafft hatte, aber "Aushilfscoach" Stefan Rupprecht die Seitenlinie überließ, dauerte sein Einsatz gegen den Tabellenzehnten Regensburg nur zwölf Minuten. Zwei technische Fouls innerhalb einer guten Minute - Glaser hatte sich über nicht geahndete Fouls beschwert - und schon war er wieder Zuschauer.

Was er sah, gefiel ihm. Den trotz zeitweiliger Hektik bot das Spiel zweier fairer Teams viele Korbaktionen. 40 lautstarke Neustädter unter den 90 Zuschauern sorgten am Samstag fast für ein Heimspiel in fremder Halle. "Großes Kompliment an Stefan und das Team, das in einem schwierigen Spiel kühlen Kopf bewahrt hat", lobte Glaser. "Als dann noch Adrian verletzt ausfiel, haben sie es wirklich sehr gut weggesteckt."

Captain Stefan Merkl war als Coach eingesprungen und hatte gleich allerhand zu tun. Denn der über Wochen auf hohem Niveau spielende Adrian Saro hatte - nachdem er einen Dreier verwandelt hatte - einen harten Schlag in die Rippen bekommen. Der Spanier musste auf einer Trage vom Notarzt ins Krankenhaus gebracht werden. Laut Auskunft vom Montag geht es ihm besser. Neustadt zeigte Charakter, was auch nötig war. Denn Regensburg fand offensiv eine gute Mischung aus seinem Centerspiel über den zweitligaerfahrenen Ole Alsen (19 Punkte) und zehn eingestreuten Dreiern. Die Baskets blieben dran. "Alsen war sehr schwer zu halten, wir haben beim Verteidigen viele Fouls gesammelt", sagte Merkl anerkennend. "Außerdem gingen viele Offensiv-Rebounds an ihn." Dazu waren Lukas Bieber, Ondrey Stych und Jones Meißner früh mit vier Fouls belastet. Die DJK konnte so ihr übliches Spiel nicht aufziehen, blieb aber meist knapp mit wenigen Punkten vorne.

Neustadt mit längerem Atem


Der Tabellendritte verließ sich im lange engen Spiel auf seine starke Defensive und seine lange Bank. "Regensburg hat sich mit unserer Zone schwer getan", so Merkl, der viel rotierte und die kleinen Positionen stärkte. Michael Kurz (22 Punkte) und Tobias Merkl (21) machten ein starkes Spiel. Zudem wurden Nico Wenzl, Moritz Müller-Staschewski, Christoph Sailer, Tom Kuchinka und Alex Pöss ins kalte Wasser geworfen und überzeugten. "Ganz besonders freut es mich, wie unser Nachwuchs sich bewährt hat. Sie durften, ja mussten, mit langen Einsatzzeiten zeigen, dass sie mithalten können", fand Glaser. "Im dritten Viertel hat es dann auch von Außen gut geklappt. Ende des Viertels waren wir mit acht Punkten weg", beschrieb Merkl die entscheidende Phase. "Als Alsen im Schlussviertel wegen Fouls raus musste, haben sie kein Mittel mehr gegen uns gefunden."

DJK Neustadt: Kurz (22 Punkte/3 Fouls), T. Merkl (21/4), Meißner (16/4), Stych (11/4), Wenzl (9/0), Bieber (7/4), Saro (5/1), Kuchinka (3/2), Müller-Staschewski (3/0), C. Sailer (3/1) und Pöss (0/1).

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