Leichtathletik
Simon Ziegler im Siebenkampf weit vorne

Simon Ziegler katapultierte sich bei den deutschen Meisterschaften im Mehrkampf auf Platz sieben. Bild: hfz
Sport
Neustadt an der Waldnaab
02.02.2016
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Besser als erwartet lief es für Simon Ziegler bei den deutschen Hallenmeisterschaften der Mehrkämpfer. Der Neustädter beendete den Siebenkampf der Männer überraschend weit vorne und stellte eine persönliche Bestleistung auf.

Hamburg. Die Titelkämpfe in Hamburg waren für den 22-jährigen Athleten der LG Telis Finanz Regensburg die erste Bewährungsprobe in der Männerklasse auf nationaler Ebene. Bereits letztes Jahr durfte er sich Hoffnungen auf eine gute Platzierung bei den Zehnkampfmeisterschaften der Junioren (U23) machen. Nachdem der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) dafür nicht rechtzeitig einen Ausrichter fand, wurden diese jedoch ersatzlos gestrichen.

Für die Veranstaltung in der Hansestadt qualifizierte er sich mit seiner Leistung beim IAAF-Meeting im tschechischen Kladno aus dem Vorjahr. Nach Absage von Stefan Matula (SWC Regensburg) war Simon Ziegler der einzige Vertreter aus dem Freistaat. Als prominentester Teilnehmer und klarer Favorit auf den Titel ging mit Kai Kazmirek (LG Rhein-Wied) der U23-Europameister von 2013 und Zehnkampf-Sechste der WM in Peking 2015 an den Start.

Kazmirek übernahm dann auch gleich mit 7,08 Sekunden im ersten Lauf über die 60-Meter-Strecke die Führung. Den zweiten Lauf gewann Simon Ziegler mit persönlicher Bestleitung und der drittschnellsten Zeit in exzellenten 7,14 Sekunden. Im Weitsprung sprang der Oberpfälzer solide 6,71 Meter und zeigte auch im Kugelstoßen als Leichtgewicht unter den Mehrkämpfern mit 11,71 Metern gutes, technisches Vermögen. Am Hochsprung hatte er zuletzt bei den nordbayerischen Meisterschaften wenig Freude, in Hamburg war das schon deutlich besser. Während er in Fürth mit 1,75 Metern aus dem Wettkampf ging, eröffnete er bei der DM vorsichtig mit 1,73 Metern sein Springen und stellte mit 1,88 Metern seine Bestleistung ein. Mit Platz acht beim Zwischenstand nach vier Disziplinen des ersten Tages ging es in die Nachtruhe.

Wackler mit dem Stab


Nach dem furiosen 60-Meter-Rennen hatte er sich viel für den Hürdenlauf des zweiten Tages vorgenommen. Nach 8,92 Sekunden blieben für ihn die Uhren stehen, schneller als bei seinem letzten Rennen, aber etwas über seinem Hausrekord von 8,81 Sekunden. Dass der Stabhochsprung zur Zitterpartie wurde, kam unerwartet. Als Sieger beim Munich Indoor 2016 mit 4,80 Metern wollte er mit einer guten Leistung nochmals angreifen. Schon das Einspringen lief unrund, die Anfangshöhe von 4,40 Metern sprang er im zweiten Versuch. Die nächste Höhe ließ er aus, 4,60 Meter blieben ohne Erfolg. Spannend wurde es nochmals um die endgültigen Platzierungen beim abschließenden 1000-Meter-Rennen. Um das bis dahin Erreichte nicht aus der Hand zu geben, musste über die Mittelstrecke alles gelingen. In 2:52,69 Minuten lief Simon Ziegler erneut persönliche Bestleistung und landete mit 5096 Punkten auf einem nie erwarteten 7. Platz. Mehrkampf-Meister wurde Kai Kazmirek mit einer Weltklasseleistung von 6071 Zählern vor den beiden Ulmern Matthias Brugger (5894) und Tim Nowak (5805).
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