Sportler ziehen in Gymnasium und Mittelschule
DJK gewährt Asyl

Wie für die meisten Abteilungen hat die DJK auch für die Basketballer eine Lösung gefunden, den Trainingsbetrieb ohne die Realschulturnhalle weitgehend aufrechtzuerhalten. Bild: bgm

Die Realschul-Turnhalle soll, wie berichtet, ab November als winterfeste Unterkunft für Asylbewerber dienen. Den Vereinen steht die Sportstätte dann zunächst nicht mehr zur Verfügung. DJK-Chef Wolfgang Schwarz hat alle Hände voll zu tun, um den Hallenbetrieb seiner Sparten umzuschichten.

"Ohne Einbußen für die Sportler geht es nicht ab", bedauert er. Der Verein sei jedoch in Zusammenarbeit mit dem Landkreis und der Stadtverwaltung auf einem guten Weg. Am Dienstagabend gab es eine erste Besprechung mit Vertretern der betroffenen Abteilungen Badminton, Basketball, Ski und Leichtathletik.

Die Leichtathleten ziehen mit der SchulAG ins Gymnasium um. Dorthin wechseln auch die Skifahrer. Dafür geben die Basketballer eine Stunde ab. "Wir werden von der Stadt Neustadt durch zusätzliche Nutzungsmöglichkeiten der Grund- und Mittelschulturnhalle unterstützt", freute sich Schwarz. Dort kommt nun die Badminton-Abteilung unter.

Dass trotz aller Umschichtungen einige Hallenstunden entfallen müssen, ist dem Vorsitzenden klar, der im Stadtrat als Sportreferent tätig ist. "Wir handeln nach der Prämisse Wettkampfsport vor Freizeitsport." So müssen wohl einige der 170 Kicker und andere Sparten, die nicht im sportlichen Wettkampf stehen, teilweise auf Hallensport verzichten. Die Gespräche mit den Fußballern stehen noch an. "Ich bin mir aber sicher, dass wir auch hier zu einer einvernehmlichen Lösung kommen."

Die DJK nimmt sogar zwei andere Vereine in ihrem Sportheim auf. So kann hier ab sofort das SV Prischenk-Team trainieren, und die Garden des Faschingsvereins werden sich intensiv auf die bevorstehende närrische Saison vorbereiten.

Schwarz bedauert, dass der Sport durch politische Entscheidungen immer wieder betroffen sei. Er will sich jedoch auf keinen Fall missverstanden fühlen: "Der Verein steht hinter der Aktion, Asylbewerber unterzubringen." Wenn aber auf Dauer die Möglichkeit, Sport zu treiben eingeschränkt werde, brächen mit der Zeit auch die Mitglieder weg.

Momentan scheint trotz einiger Einbußen eine zufriedenstellende Lösung gefunden zu sein. Schwarz lobte die Infopolitik des Landratsamts und die Bereitschaft der Stadt, ihre Vereine zu unterstützen.
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