1. Demokratiekonferenz im Landkreis Neustadt
Gegen Gewalt und Extremismus

Anna Schätzler (links) brachte mit einem Kompetenzteam die Eckpunkte der neuen Partnerschaft näher. Sie plädierte für einen schnellen Startschuss, um Gelder noch für dieses Jahr abzugreifen. Bild: adj

Landkreis und Kreisjugendring arbeiten künftig enger zusammen, um jungen Menschen demokratische Prinzipien näherzubringen. Konzeption und Ziele stellen die Verantwortlichen bei der ersten Demokratiekonferenz vor.

Das Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend unterstützt diese Verbindungen in ganz Deutschland. Rupert Seitz, Vorsitzender des Kreisjugendringes, warb für diese Partnerschaft. Birgit Meusel, Coach des Bundesministeriums, Anna Schätzler von der Koordinierungs- und Fachstelle, und Arno Speiser von der Landeskoordinierungsstelle gegen Rechtsextremismus in Bayern brachten Politikern und Vereinsvertretern das Programm näher. Sie erklärten den anfangs doch sehr fragend schauenden Gästen Ablauf und Organisation der Partnerschaft. Dabei sollen kommunale Politiker, Verwaltung und Aktive aus der Bevölkerung zusammenkommen.

Strategie abstimmen


Je nach lokalen Gegebenheiten und Problemlagen sollen abgestimmte Strategien entstehen, um den Menschen Ziele der Verfassung und der Demokratie näher bringen. Zum organisatorischen Aufbau sind ein Begleitausschuss, Projektträger (Vereine und Organisationen) sowie ein Jugendforum geplant. Diese Gremien sind mit unterschiedlich hohen Mitteln ausgestattet. Das Programm richtet sich hauptsächlich an die Jugend. Federführend wird Anna Schätzler, die beim Kreisjugendring angesiedelt ist, tätig sein. Sie ist von Montag bis Donnerstag in der Geschäftsstelle zu erreichen.

Die Referenten beantworteten Fragen zur Organisation, Projekten und Zusammensetzung der Gremien. Schätzler forderte alle Anwesenden dazu auf, schnellstmöglich noch dieses Jahr förderungswürdige Projekte zu melden und Anträge zu stellen. Außerdem sollen geeignete Personen gemeldet werden, in den Gremien mitzuarbeiten.

Landrat Andreas Meier lobte die Partnerschaft als wichtigen Schritt, demokratische Grundzüge auch jungen Einwohnern des Landkreises ans Herz zu legen. Das Programm "Demokratie Leben" erkläre sich von selbst. "Vor allem mit der Flüchtlingskrise wurden wir wieder mit Phänomenen wie Rechtsradikalismus, Fremdenfeindlichkeit und Gewalt konfrontiert. Daher ist es umso wichtiger, sein Recht auf Meinungsfreiheit und Demokratie, das nicht überall alltäglich ist, zu kennen und wahrzunehmen", sagte Meier.
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