31-Jähriger nach Axtangriff in Untersuchungshaft
Täter verletzt sich selbst

Zum Teil heruntergelassen sind die Rollläden in dem Haus, in dem am Sonntag ein 31-Jähriger auf seinen Vater einschlug. Der Sohn sitzt jetzt in Untersuchungshaft. Bild: bgm

Der 31-Jährige, der am Sonntag mit einem Axtgriff auf seinen Vater eingeschlagen hat, sitzt hinter Gittern. Der Vorwurf lautet auf versuchten Totschlag und gefährliche Körperverletzung, bestätigte Leitender Oberstaatsanwalt Gerd Schäfer. Seit Montagnachmittag ist der Neustädter in Untersuchungshaft.

Zuvor war er zur Behandlung im Weidener Klinikum. Zumindest einen Teil der Verletzungen hat er sich selbst beigebracht. "Es gibt keine Anhaltspunkte, dass andere Personen an der Tat beteiligt sind", sagte Polizeisprecher Stefan Hartl am Dienstag. Von daher gelte die Täterschaft des Neustädters als gesichert. Konkrete Angaben zu den Motiven konnte der Sprecher nicht machen. Hartl bestätigte erneut, dass der Sohn bereits polizeilich in Erscheinung getreten sei. Auch sei er als langjähriger Konsument von Betäubungsmitteln bekannt. Von den Blutentnahmen bei mutmaßlichem Täter und Opfer liegen noch keine Ergebnisse vor.

Der Vater liegt weiterhin im Klinikum Bayreuth und ist noch nicht vernehmungsfähig. Wie berichtet hatte ein 27-jähriger Neustädter, der seine Mutter im Mühlbergweg besuchte, am Sonntag die Polizei gerufen, weil der 31-Jährige seinem 71-jährigen Vater mit dem Holzgriff einer Axt auf den Kopf schlug. Als Polizei und Rettungsdienst eingetroffen waren, fanden sie die beiden Männer verletzt im Keller des Hauses.
Weitere Beiträge zu den Themen: Polizei (2687)Axt (10)OnlineFirst (12812)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.