31-Jähriger Neustädter verletzt 71-Jährigen lebgensgefährlich
Mit Axtgriff auf Vater eingeschlagen

Ein Mitarbeiter der Spurensicherung trug am Sonntagnachmittag mögliche Beweismittel aus dem Haus, in dem die Bluttat geschah. Bild: bgm

Mit lebensgefährlichen Verletzung liegt ein 71-jähriger Neustädter auf der Intensivstation in Bayreuth. Sein 40 Jahre jüngerer Sohn hatte am Sonntagvormittag mit einem Axtgriff auf den Vater eingeschlagen.

Der 31-jährige Tatverdächtige soll nach übereinstimmenden Berichten mehrere Nachbarn drogenabhängig und auch schon inhaftiert gewesen sein. Bis Redaktionsschluss hatte die Polizei noch keine Erkenntnisse, ob Alkohol oder Drogen bei der Tat eine Rolle spielten.

Der jetzt schwerverletzte Senior verbrachte angeblich nur wenig Zeit in dem Anwesen im Mühlbergweg. Die meiste Zeit soll er in Österreich gelebt und nur sporadisch die Kreisstadt besucht haben. Der ältere Bruder des mutmaßlichen Täters soll sich vor mehreren Jahren in dem Haus am Stadtrand von Neustadt selbst getötet haben.

Die Polizei erfuhr gegen 9 Uhr, dass in dem Gebäude ein Mann gerade massiv auf eine anderen einschlage. Als die Beamten und Rettungskräfte eintrafen, fanden sie die beiden mit Kopfverletzungen im Keller. Der Rettungshubschrauber brachte den Älteren nach Bayreuth, der tatverdächtige Sohn kam in Begleitung der Polizei mit dem Rettungswagen ins Klinikum Weiden. Woher seine Verletzungen stammen, ist noch unklar.

Tatwerkzeug gefunden


Die Polizei fand vor Ort den Griff einer Holzaxt, mit dem der Sohn auf den Kopf des Vaters eingeschlagen haben soll. "Das augenscheinliche Tatwerkzeug wurde sichergestellt", sagte Polizeisprecher Stefan Hartl.

Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Weiden ermittelt das Kommissariat 1 der Kripo Weiden wegen eines versuchten Tötungsdeliktes. "Zur Motivlage können derzeit noch keine Angaben gemacht werden", so Hartl.

Wichtig zur Aufklärung sei für die Polizei neben den Aussagen der beiden Beteiligten vor allem der Zeuge, der die Auseinandersetzung per Notruf gemeldet hatte. Er besuchte gerade seine Mutter, die in dem Haus wohnt. Mit den anderen Bewohnern des Gebäudes oberhalb der Waldnaab sei sie aber nicht verwandt. Die Spurensicherung war am Sonntagnachmittag mehrere Stunden in dem Wohnhaus tätig.
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