40 Jahre Grundschule
Vater lässt Leinwand stehen

Großer Andrang herrschte beim Kinderschminken. Bilder: bgm (3)

In der Geschichte der Schule stöbern, mit einer Rohrfeder Schreibschrift üben oder mit Lego-Robotern spielen - beim Schulfest der Grundschule war vieles möglich. Ein Schüler-Vater war bei den farbigen Handabdrücken besonders kreativ.

"Ich finde es auf dem Schulfest sehr schön" schrieb Anna aus der vierten Klasse feinsäuberlich auf ein Übungsblatt - allerdings nicht irgendwie, sondern mit einer echten Feder. Im Klassenzimmer der 3 d konnten sich die Schüler im "Schreiben wie früher" im Umgang mit Federkiel und Stahlfeder ausprobieren. Anna machte das so viel Spaß, dass sie am liebsten gar nicht mehr aufhören möchte.

Beim der Veranstaltung dreht sich alles um den 40. Geburtstag der Bildungsstätte. 1976 startete der Schulbetrieb. Das steht auch auf den leuchtend grünen T-Shirts, die Christine Flor für alle Schüler und Lehrer gestaltet hat. Im Klassenraum der 3 b dürfen sich Schüler und Besucherkinder ihre Jubiläumsbrille basteln. Auf rund 320 Brillen kommt Lehrerin Christine Langhammer, als sie gegen ein Uhr das verbrauchte Bastelmaterial zusammenrechnet und viele Kinder durch die Zahlen "4" und "0" ihre Eltern anschauen.

Andere lassen sich in der Schminkecke die Deutschlandfarben ins Gesicht pinseln oder verwandeln sich zum sportlichen Spiderman. Mit Geburtstags-T-Shirt, geschminkt oder mit Brille, lassen die Kinder bei der großen aus Pappmaché gebastelten Zahl 40 von Günther Langhammer Erinnerungsfotos aufnehmen.

Aus Irrtum wird Programm


Ein kleines Missgeschick passierte im Raum der 1 b. Dort waren Leinwände vorbereitet, auf denen alle Besucher ihre Handabdrücke hinterlassen konnten. Ein Vater war wohl etwas übermotiviert und hatte sich für seinen Abdruck die weiße Wand neben der Tafel ausgesucht. Der Irrtum wurde zum Programm - kurzerhand durften weitere Gäste ihre in Farbe getauchten Hände an der Wand hinterlassen.

Die Legoroboter, die Fachoberschullehrer Michael Birner aufgebaut hatte, brachten die Augen vieler Jungs zum Leuchten. Hält man verschiedenfarbige Legosteine an den Farbsensor der "Kreiselfabrik", holt sie sich automatisch den Kreisel mit der passenden Farbe, den dann ein Motor auf Touren bringt. "Wenn er die richtige Geschwindigkeit hat, dann lässt die Anlage den Kreisel aus", erklärt Oliver Zahn, ein Schüler von der FOS, der Birner bei der Demonstration der Ausstellungsstücke unterstützt. "Da muss man nur einmal umschalten und alles funktioniert", zeigt sich Clemens, ein erklärter Lego-Technik-Fan aus der dritten Klasse, begeistert. Jeder der elf Klassenlehrer hatte sich eine Aktion überlegt. Ehemalige Pädagogen ließen sich von den Pennälern von heute interviewen, Väter und Mütter zog es in die Ausstellung über 40 Jahre Schulgeschichte.

Der Elternbeirat hatte seit dem Vormittag nach der Begrüßung durch Rektorin Heike Merther und den Störnsteiner Bürgermeister Markus Ludwig mit einem Weißwurstfrühschoppen für das leibliche Wohl gesorgt.
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