600 Euro für ehrenamtliches Engagement
"Helden des Alltags"

Urkunden, Trophäen und Blumensträuße erhielten die Gewinner des Bürgerpreises 2016 der Vereinigten Sparkassen Eschenbach/Neustadt/Vohenstrauß. Je 600 Euro bekommen die Institutionen, für die sie sich engagieren. Die Preise überreichen Josef Pflaum (Fünfter von links), Vorstandsvorsitzender, Gerhard Hösl (Zweiter von rechts) und Bürgermeister Ruppert Troppmann (hinten, Mitte). Bild: plue

Ohne diese Menschen würde in Deutschland noch mehr Essen weggeworfen. Oder sie kümmern sich um Heimatpflege und Stadtbüchereien und tragen oberpfälzische Kultur weit in die Welt hinaus. Ihr Lohn: der Bürgerpreis.

"In Deutschland arbeiten rund 14 Millionen Ehrenamtliche. Sie übernehmen Aufgaben, die das deutsche Sozialsystem alleine nicht tragen könnte", unterstreicht Josef Pflaum, Vorstandsvorsitzender der Vereinigten Sparkassen Eschenbach/Neustadt/Vohenstrauß bei der Übergabe des Bürgerpreises. Zum siebten Mal geht die Trophäe an Ehrenamtliche im Geschäftsgebiet des Kreditinstituts.

Schließlich entschied eine Jury, bestehend aus dem Vorstand der Vereinigten Sparkassen, Landrat Andreas Meier sowie Verwaltungsratvorsitzendem Rupert Trottmann, aus 21 Bewerbungen. "Alle Vorschläge waren fundiert und anspruchsvoll," betont Pflaum. Die Entscheidung sei nicht leicht gefallen. Letztlich wählten sie elf aus. Einen mehr als ursprünglich vorgesehen. Geplant war ein Betrag von 6000 Euro, der unter den Preisträgern aufgeteilt werden sollte. Aber nicht die sie selbst, sondern die jeweiligen Institutionen erhalten einen Geldpreis von je 600 Euro. Somit spenden die Sparkassen insgesamt 6600 Euro. Die Gewinner reisten gemeinsam mit ihren Bürgermeistern an.

"Wir können vielen helfen, wenn viele helfen", sagt Dora Graf die für die "Soziale Runde - Archeladen" in Auerbach arbeitet. Ihr 50-köpfiges Team nimmt Nahrungsmittelspenden von Händlern, Bäckereien, Metzgereien, Gemüsehändlern oder Privatpersonen entgegen und verteilt diese an Bedürftige.

Ähnlich setzt sich Erhard Kleber aus Mantel gegen die Verschwendung von Essbarem ein. Seit 2012 betreibt er eine Außenstelle der Weidener Tafel. Mit seinen Helfern verteilt er für wenig Geld Lebensmittel an Bedürftige.

Bernhard Meiler aus Luhe-Wildenau leitet seit 36 Jahren die Blaskapelle in Oberwildenau als Dirigent und Vorsitzender. Er ist die tragende Stimme im Kirchenchor. Zudem engagiert er sich seit 1997 als Pilgerführer bei der Regensburger Diözesanfußwallfahrt.

Christa Wildenauer führt seit etwa zehn Jahren die Stadtbücherei in Pleystein. Nach dem Negativrekord der Ausleihzahlen im Jahr 2004 schaffte sie es mit viel Mühe und Ehrgeiz, die Stadtbücherei zu erhalten und neu zu beleben.

Seit vielen Jahren engagiert sich Erika Sollfrank für die Pfarrei in Vohenstrauß. Sie leitet das "Team Blumenschmuck", ist im Pfarrgemeinderat sowie im Arbeitskreis Mission aktiv.

Seit 22 Jahren kümmert sich Erich Schieder um die Heimatpflege in Floß. Er baute und kümmerte sich um das Heimatmuseum, das zwischenzeitlich 1200 Ausstellungsstücke sammelte.

Max Peter aus Neustadt ist in der örtlichen "Theatergruppe Schabernack" als Souffleur, Kassier, Schauspieler, Drehbuch- und Rollenschreiber tätig.

Die Pflege von geistlicher Musik obliegt Richard Waldmann aus Pressath. 1992 gründete er die Chorgemeinschaft St. Georg. Diese ist ebenfalls international unterwegs.

Seit zehn Jahren gibt es den Förderverein St. Johannes in Auerbach. Den Vorsitz hat Elisabeth Kolleng . Zusammen mit anderen Mitgliedern kümmert sie sich um das Sammeln von Spenden für medizinische Geräte der Klinik oder Rettungswache.

Die beiden Preisträger aus Eschenbach, Maria Cronenberg und Benjamin Müller , fehlten bei der Veranstaltung.
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