Abiturentlassfeier des Gymnasiums Neustadt
84 Sieger im Endspiel

Einen großen Abiturjahrgang verabschiedet das Gymnasium Neustadt in die Zukunft. 84 Schüler sagen: "Komm Abi, wir gehen." An die Schulzeit erinnern sie sich gerne. Doch vonseiten des Elternbeirats gab es auch Kritik am G-8-Stress.

Während die Realschüler in der Gymnasium-Sporthalle an den Prüfungen saßen, traf in der Aula Abendrobe auf Anzug. 84 Abiturienten ließen sich feiern und schnappten sich ihre Zeugnisse. Schuldirektor Dr. Anton Hochberger beschrieb die Prüfungsphase mit den Worten eines Fußballfans: "Viele schafften das Abitur in der regulären Spielzeit, einige gingen in die Verlängerung, und manche hielten die Spannung hoch bis zum Elfmeterschießen." Aber alle kamen bis zum Schlusspfiff.

Die Abiturienten Hannah-Sophia Hornstein und Michael Obermeier nahmen die Fußball-Metapher auf: "Im Unterschied zu den EM-Mannschaften haben wir unser Ziel erreicht und nehmen den Pokal mit nach Hause." Die Lehrer hatten sie im Training mit Ausfragen und Exen gut vorbereitet. Manche Schüler gönnten sich trotzdem hin und wieder eine Spielpause und bekamen die rote oder gelbe Karte. Landrat Andreas Meier, der mit Bürgermeister Rupert Troppmann und Rathauschefs aus anderen Städten wie Altenstadt, Flossenbürg, Pleystein und Windischeschenbach, gratulierte, war selbst auf dem Neustädter Gymnasium und konstatierte: "Auch mit einem mittelmäßigen Abitur kann man Landrat werden." In seiner Rede ging er auf den bevorstehenden millionenschweren Umbau der Schule ein. Schüler Obermeier dazu: "Nach uns der Abriss."

Elternbeiratsvorsitzender Roland Kusche, dessen Tochter auch das Abizeugnis erhielt, trug eine emotionale Rede über den Stress des G-8-Jahrgangs mit einer "gefühlten 80-Stunden-Woche" vor: "Wir als Eltern geben den Druck an unsere Kinder weiter, den andere aufgebaut haben", beklagte er. Das "Turbo-Abi" führe zu einer "Statistik der Überforderung" mit Zeitdruck, Kopfweh, Nachhilfe, bei der Hobbys und freie Zeit auf der Strecke blieben. Trotzdem säßen vor ihm nun viele starke Persönlichkeiten, die es sich verdient hätten, nach der Schule "die Seele erst einmal treiben zu lassen." Trotz der zeitintensiven Schulzeit engagierten sich viele sehr stark, was die Ehrungen zeigten. Gleich 30 Abschlussschüler beteiligten sich an Bigband, Klezmerband, Orchester und Chor. 13 Abiturienten waren Pioniere im musischen Zweig, der im Schuljahr 2008/2009 eingeführt wurde. Elf der 84 erreichten einen Notendurchschnitt zwischen 1,0 und 1,5. 18 hatten die Note 1,6 bis 1,9. Dazu nahmen viele Schüler am Schulspiel teil, sowie an Bundes- und Landeswettbewerben in Mathematik und Naturwissenschaften. "Wir gehen unseren Weg. Egal wohin er führt, wir finden ihn", sprach Abiturientin Hornstein im Namen aller Schüler.

AbiturpreiseDie besten Abiturienten: Sebastian Reber 1,0 (Neustadt), Sarah Sailer 1,1 (Flossenbürg), Josef Kraus 1,2 (Windischeschenbach), Matthias Zetzl 1,2 (Altenstadt), Pauline Lehner 1,3 (Erbendorf), Niklas Schell 1,3 (Flossenbürg), Julia Wall 1,4 (Floß), Franziska Hettler 1,5 (Flossenbürg), Christina Rosner 1,5 (Neustadt), Katharina Stich 1,5 (Parkstein), Valentin Kellner 1,5 (Vohenstrauß).

Bester Physiker der Schule: Matthias Zetzl

Bester Mathematiker: Alexander Puff

Bester Chemiker: Niklas Schell

Beste Biologin: Sarah Sailer

Bester Lateiner: Sebastian Reber

Beste in Wirtschaft und Recht: Jonas Beer, Tobias Grömer, Valentin Kellner

Basketball Junior-Preis: Alexander Pöss

Preis für soziales Engagement: Hannah-Sophia Hornstein


Viele schafften das Abitur in der regulären Spielzeit, einige gingen in die Verlängerung, und manche hielten die Spannung hoch bis zum Elfmeterschießen.Dr. Anton Hochberger, Direktor
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