Absolventenfeier an der Lobkowitz-Realschule
23 Mal die Eins vorm Komma

23 Absolventen der Lobkowitz-Realschule freuten sich über einen 1er-Schnitt im Abschlusszeugnis. Schulleiterin Irene Sebald (rechts) hob in ihrer Rede diese Leistung heraus. Bilder: hfz (2)
 
Für Dienste wie Mentor oder das Mitwirken in der Big Band erhielten verdiente Schüler durch Schulleiterin Irene Sebald (rechts) und zweite Konrektorin Martina Fels eine gesonderte Auszeichnung.

Y2K - eine rätselhafte Formel ist an der Leinwand zu sehen, als sich die Schulleiterin der Lobkowitz Realschule, Irene Sebald, in ihrer Festrede an die 139 erfolgreichen Absolventen des Abschlussjahrgangs 2016 wendet. Des Rätsels Lösung folgt sofort.

Y - englische Abkürzung für "year", 2 K für 2 Kilo, sprich 2000. Bei der Vorbereitung der Abschlussfeier hatte sie festgestellt, dass es sich bei den Schulabgängern um die erste Generation des dritten Jahrtausends handelt, denn alle sind vor etwa 16 Jahren, also um die Jahrtausendwende, als Millenniumbabys auf die Welt gekommen. Ein Jubiläumsjahrgang, der da an der Lobkowitz-Realschule herangereift ist. "Wenn Kinder klein sind, gib ihnen Wurzeln. Wenn sie größer werden, gib ihnen Flügel."

Diese Weisheit und Lebenserfahrung von Khalil Gibran deutete die Schulleiterin auf die Situation der erfolgreichen Lobkowitzer um: "Während die ersten Wurzeltriebe in den Familien gediehen, fand die zweite Wachstumsphase in der Schule statt." So haben die jungen Absolventen nicht nur für die Schule gelernt, sondern vielseitige Talente, Begabungen und Interessen weiterentwickelt. Das soziale Engagement, Teamgeist und Toleranz waren wichtige Aspekte im alltäglichen Zusammenleben als Schulfamilie. Anlässlich der aktuellen weltpolitischen Geschehnisse ermahnte sie die jungen Lobkowitzer, wachsam und kritisch gegenüber Angst machenden und diskriminierenden Schwarz-Weiß-Malereien zu sein. "Die Welt wird die sein, zu der ihr sie macht", forderte Sebald den Jubiläumsjahrgang auf, sich für eine humane und bunte Welt, in der verschiedene Nationen friedlich und konstruktiv miteinander leben, zu engagieren. "70 Jahre Frieden in Europa sind ein wunderbares Geschenk an unsere Generation, aber nicht selbstverständlich."

Polit-Prominenz


Als Ausdruck der starken Verwurzelung der Absolventen in ihren Heimatgemeinden und -städten, verstand die Schulleiterin die Anwesenheit lokaler Politiker. Etwa die des stellvertretenden Landrats Albert Nickl, des zweiten Bürgermeisters der Stadt Neustadt, Heinrich Maier, des zweiten Bürgermeisters von Altenstadt, Konrad Adam, des ersten Bürgermeisters von Floß, Günter Stich, und des Vorsitzenden der CSU-Kreistagsfraktion, Stephan Oetzinger. Auch Stadtpfarrer Josef Häring war unter den Ehrengästen. Er hielt einen ökumenischen Wortgottesdienst in der Stadtpfarrkirche ab, der von den Religionslehrkräften vorbereitet worden war.

"Wenn die Kinder älter werden, gib ihnen Flügel" - diese wurden symbolisch in Form der Reifezeugnisse übergeben. "Vertraut darauf und seid euch gewiss, dass die Flügel der Realschule ein solides Werkzeug sind, die euch erfolgreich in eure Ausbildungsberufe oder weiterführenden Schulen tragen werden", sagte Sebald. Vor der Übergabe der Reifezeugnisse bedankte sie sich bei den vielen aufgeschlossenen, kooperativen und engagierten Eltern. Respekt und Anerkennung drückte sie gegenüber den Lehrkräften aus, die die nun scheidenden Schüler mit viel Herzblut außergewöhnlich motiviert und fachkundig auf die Abschlussprüfung vorbereitet hatten.

Besonders hervorzuheben und zu ehren waren die Leistungen von 23 jungen Damen und Herren, "denn sie alle haben eine Eins vor dem Komma". Die Jahrgangsbesten waren Johannes Reber und Selina Seidl. Beide erzielten einen Notenschnitt von 1,36. Auch die Elternbeiratsvorsitzende Daniela Joachimstaler gratulierte den erfolgreichen Absolventen und beschenkte sie mit Buchgutscheinen. Außerdem ehrte die Lobkowitz-Gemeinschaft weitere "Perlen und Leuchttürme des schulischen und kulturellen Lebens": So Daniela Schröml, Wolfgang Nikol, Max Arnold, Ella Bitterer und Paul Schwanitz für ihr Engagement als Mentor, Schulsanitätsdienst und in der Big Band.

Ball folgt direkt


Auf herzliche, natürliche und erfrischende Art sprachen die drei Schülersprecher Anna Stingl, Josephine Spörer und David Schulze Abschiedsworte an ihre "geliebte Schule". Nicht verheimlichend, dass sie sich jetzt schon "aufs Ausschlafen freuen". Durch das festliche Programm führte die zweite Konrektorin der Realschule, Martina Fels. Musikalische Höhepunkte setzten die Musiker des Seminars und die Studienreferendare unter Federführung von Seminarrektor Michael Bertelshofer. Als weiterer Höhepunkt schloss sich der Abschlussball an.

Die Welt wird die sein, zu der ihr sie macht.Schulleiterin Irene Sebald
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