Am besten nicht verfahren
Old- und Youngtimerrallye in Neustadt/WN

Den ersten Platz belegte Herbert Walterscheid mit Copilot Josef Werner auf Mercedes Benz Adenauer.

Die legendäre AvD-Ostmark-Rallye in den 70er und 80er Jahren stand Pate: 40 Teams gingen an den Start. Aber nicht die Schnellsten standen oben auf dem Treppchen.

Der Automobilclub (ATC) im AvD Weiden lud zur Old- und Youngtimerrallye ein. Während der 160 Kilometer langen Ausfahrt gab es vier Wertungsprüfungen.

Für die Strecke war Conny Fischer verantwortlich, Veranstaltungsleiter war Tobias Schell. Eine Oldtimer-Rallye ist nicht einfach eine Ausfahrt, aber auch keine Rallye im üblichen Sinn. Ein mindestens 20 Jahre altes Auto, zwei Stoppuhren und Spaß am Fahren - mehr braucht es nicht. Teilnahmeberechtigt waren Old- und Youngtimer ohne Beschränkung für das Alter nach oben.

100 Meter in 10 Sekunden


"Nicht der Schnellste trägt den Sieg davon. Eine Oldtimer-Rallye, die auf öffentlichen Straßen ausgetragen wird, ist ein Gleichmäßigkeitsrennen. "Es gewinnt der mit den wenigsten Strafpunkten. Um möglichst wenige zu sammeln, müssen die Fahrer die Prüfungen präzise absolvieren, sich an gewisse Zeiten halten und sich selten verfahren", erklärte Präsident Manfred Gärber, ehe er die Fahne zum Start hob.

Wie läuft so eine Prüfung? Die Vorgaben finden sich im Roadbook. Zum Beispiel: 100 Meter in zehn Sekunden zurücklegen. Dann rechnet man aus, mit welcher Durchschnittsgeschwindigkeit man fahren muss, in diesem Fall also 36 "Sachen". Der Beifahrer kontrolliert über eine Stoppuhr, dass der Fahrer möglichst exakt durch die Lichtschranke rollt. Der Beifahrer muss aber auch über das Roadbook navigieren, das Handbuch liefert Kilometerangaben und kleine Pfeile, die die Richtung angeben.

Alle Teilnehmer waren von der landschaftlich schönen Streckenführung begeistert. Nach dem Start ging es über Meerbodenreuth mit der ersten Wertungsprüfung weiter nach Parkstein, Pressath und Speichersdorf. Am Flugplatz war die zweite Wertungsprüfung. Der dritte Abschnitt folgte Richtung Nagel, Tröstau und Wunsiedel mit der dritten Prüfung. Dann fuhren die Teilnehmer über Arzberg, Mitterteich und Neuhaus mit dem vierten Test auf dem Bergler-Rastplatz zurück nach Neustadt.

Aus Thüringen angereist


Bei der Siegerehrung in der Stadthalle dankte Präsident Gärber Helfern und den Zeitnehmern um Max Gärber und Franz Appl sowie Martin Regler und Detlef Deuerling für den Einsatz. Rang eins belegte Herbert Walterscheid mit Copilot Josef Werner auf Mercedes Benz Adenauer vor dem Team Harald Eckl auf BMW 3000 und Siegmund Grieb auf BMW 328 Roadster. Die weiteste Anreise hatte Helmut Hennesberg auf Chrysler LeBaron aus Weißensee in Thüringen (340 Kilometer) auf sich genommen.
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