Anklage lautet auf versuchten Totschlag
Vater bleibt pflegebedürftig

Am Tattag untersuchten Polizeiermittler das Grundstück des Hauses, in dem der damals 31-Jährige mit einem Axtstiel seinen Vater lebensgefährlich verletzte. Archivbild: bgm

Auf versuchten Totschlag und schwere Körperverletzung lautet die Anklage. Verantworten muss sich ein 32-Jähriger, der am 17. April in Neustadt mit einem Axtstiel auf seinen Vater eingeschlagen haben soll.

Der Termin, an dem der mutmaßliche Täter sich vor der Schwurgerichtskammer des Landgerichts Weiden verantworten muss, steht noch nicht fest. Erst muss die Zeit verstreichen, in der der Angeklagte und seine Verteidigung sich zur Anklage äußern können.

Sollte es zu einer Verurteilung kommen, liege der Strafrahmen zwischen fünf und 15 Jahren. Da es sich um einen versuchten Totschlag handle, sei eine Milderung möglich, sagte Pressesprecher Markus Fillinger.

Die Tat geschah im Haus der mittlerweile verstorbenen Mutter des damals 31-Jährigen. Nachbarn berichteten damals, dass er Drogenkonsument sei. An dem verhängnisvollen Aprilsonntag gegen 9 Uhr erfuhr die Polizei von dem Geschehen. Die Rettungskräfte fanden Vater und Sohn verletzt im Keller. Beide kamen ins Krankenhaus. Der Junior verließ die Klinik bereits einen Tag später wieder und sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Am Tatort lag der Griff einer Holzaxt, den die Polizei als Tatwaffe identifizierte.

Der heute 72-jährige Senior schwebte lange in Lebensgefahr und ist vermutlich infolge der Verletzungen voll pflegebedürftig. Der Österreicher, der nur gelegentlich in Neustadt war, lebt in seiner Heimat in einer Pflegeeinrichtung.
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