Anrührend und wohlklingend
Gut besuchtes Konzert für "Lichtblicke"

Angelika Wild und Monika Lindner sangen Auszüge aus der Oper "Erminia", gekonnt begleitet von der "Lobkowitzer Schlossmusik" Willibald Wirth und Barbara Mädl (Violine) sowie Martina Brenner am Piano. Bilder: gag (2)
 
Der ChorDiSono und Solistin Ursula Steppert gaben sich international, unter anderem mit dem Choral "The Ground" und "Scarborough Fair" von Simon und Garfunkel.

"Sol per te - nur für dich": Dieses Lied von Giovanni Battista Bononcini für zwei Sopranstimmen unterstreicht sehr gut den Charakter der NT-Hilfsaktion "Lichtblicke". Mit Angelika Wild und Monika Lindner hat sie zwei ausgezeichnete Interpretinnen gefunden.

Zusammen mit der "Lobkowitzer Schlossmusik", Willibald Wirth und Barbara Mädl (Violine) sowie Martina Brenner (Piano), trugen die beiden Sängerinnen rund 400 Zuhörern einen Ohrenschmaus aus der Oper "Erminia" vor.

Den Anfang des sehr gut besuchten Konzerts in der Felixkirche Neustadt machten jedoch Karl Wildenauer und seine "Neustädter Klarinettenmuse" im Wechsel mit Solistin Theresa Uhl (Gesang, Gitarre). Altbayerische Arie, "Marienhymnus" und "Abendlied" lauteten die Titel der Klarinettisten Maria Bergmann, Adelheid Piehler, Gerhard Nikol und Karl Wildenauer sowie des Tubisten Gerhard Strupf. Das "Menuett aus dem Bayerwald" stammt aus alten Handschriften, neu arrangiert von Karl Wildenauer.

Nachdenkliche Texte


Dazwischen sang Uhl mit heller, klarer Stimme "Euer Herz erschrecke nicht" von Heiko Bräuning über das Vertrauen in Gott trotz "Mauern, die die Sicht verbauen, Plänen, die wir nicht durchschauen. Menschen, die uns Angst einjagen, Nöten, die sich überschlagen, Dramen, die uns sprachlos machen". Ebenso nachdenklich machte "Ich wünsche dir Zeit" nach dem Gedicht von Elli Michler und Musik der Neustädterin Elisabeth König. Darin heißt es auch "Ich wünsche dir Zeit für dein Tun und dein Denken, nicht nur für dich selbst, sondern auch zum Verschenken".

Diese Zeilen nahm Pater Adalbert auf, um daran zu erinnern, dass man sich auf das Wesentliche im Leben konzentrieren soll: "Jeden Augenblick bewusst wahrnehmen, immer ganz da, ganz nah." Ein Weiser riet einem Mann, der ihn fragte, wie er das "Jetzt" wahrnehmen soll, das doch immer sofort wieder vorbei sei: "Das Jetzt ist flüchtig. Atme tief ein und aus, und sage beim Ausatmen ein langes Ja." Theresa Uhl setzte mit "Manchmal braucht es keine Worte, wenn die Augen sich verstehen" einen sanften Akzent. Das Lied wird gern bei Trauungen gespielt.

Abwechslungsreich war das Programm der "Lobkowitzer Schlossmusik". Sie kredenzten wunderbare Texte und Melodien vom Heimatkomponisten Georg Augustin Holler aus Sperlhammer (Menuett in "C") über einen Psalm von William J. Fitzpatrick oder "Wo Musik sich frei entfaltet" nach einer Melodie von Mozart. Dabei begleiteten Angelika Wild (Sopran), Monika Lindner (Alt) und Pianistin Martina Brenner. Besonders das "Angiol di Pace", "Ach, eine Engelsstimme" von Vincenzo Bellini begeisterte das Publikum.

Wieder hakte Pater Adalbert ein, mit einer rührenden Geschichte von einem kleinen Jungen, der Gott finden wollte. Er packte Cola und Schokoriegel in den Rucksack und stiefelte los. Einer hungrigen Frau im Park gab er von seinem Proviant ab, und deren dankbar-glückliches Lächeln machte den Kleinen unglaublich selig.

Im letzten Teil des wunderbaren Konzerts wurde es eng vor dem Altar, der zwölfköpfige "ChorDiSono" unter der Leitung von Alexander Meiler stellte sich auf, begleitet am Piano von Wolfgang Dirscherl. Das internationale Programm begann mit dem Choral "The Ground" aus der Sonnenaufgangsmesse des Norwegers Ola Gjeilo (Sanctus, Benedictus und Agnus Dei). Bei "Scarborough Fair" von Simon und Garfunkel sangen manche im Publikum leise mit.

Alles für Bedürftige


Gänsehaut erzeugte im "Et Misericordia" das ergreifende Sopran-Solo von Uschi Steppert. Man konnte kurz meinen, einem Musical zu lauschen, bevor nochmals der ChorDiSono zum Ende das Marienlied "Du hast ganz leis" anstimmte. Verlegerin Viola Vogelsang-Reichl dankte den drei Gruppen und Theresa Uhl für den Auftritt ohne Gage.

"Lichtblicke" kümmert sich seit 22 Jahren um Bedürftige in der Region. "Jeder Cent wird für diese Hilfsaktion verwendet", versicherte Schirmherrin Elisabeth Wittmann. Unterstützung leisteten ihr der Vater der Aktion Martin Staffe vom NT sowie Geschäftsführende Verlegerin Viola Vogelsang-Reichl und ihr Vater, Altverleger German Vogelsang.
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