Architekt stellt im Stadtrat Planungen für Bergmühlweg vor
Zwei Häuser mit Sozialwohnungen

Im rechten Winkel sind die geplanten Häuser im Bergmühlweg angeordnet. Neben den Parkflächen soll ein kleiner Spielplatz entstehen. Grafik: NT/AZ

12 Sozialwohnungen sollen in zwei Häusern am Bergmühlweg 10 und 12 entstehen. Im Stadtrat stellte Architekt Ulrich Greiner das Projekt vor, in das Mittel aus dem kommunalen Wohnungsbauförderungsprogramm fließen werden. Für den entsprechenden Antrag wird der Planer die Unterlagen erstellen.

Noch steht an der künftigen Baustelle parallel zum Bergmühlweg zwischen Oberer und Unterer Beernleite der alte Wohnblock. Greiner versuchte, mit dem vorhandenen Grundstück auszukommen und die angrenzenden Schrebergärten zu erhalten. "Die bräuchte man nur zum Parken." Er stellt sich zwei Häuser mit eigenen Eingängen vor. Er platzierte die Gebäude so, dass für die Bewohner ein Hof entsteht. Zugang und Zufahrt erfolgen über das Grundstück.

Terrasse oder Balkon


Die 12 Wohnungen mit 2 bis 4 Zimmern sind 50 bis 90 Quadratmeter groß und weitgehend barrierefrei. Im ebenerdigen Erdgeschoss sind drei rollstuhlgerechte Einheiten vorgesehen. Alle Wohnungen bekommen eine Terrasse oder einen Balkon. Jedem Haus ist ein Abstellplatz für Müll und Fahrräder zugeordnet.

Aus Kostengründen wollte Greiner auf einen Keller verzichten und stattdessen jeder Wohnung einen Abstellraum zur Verfügung stellen. "Man kann so einen Bau auch ohne Keller betreiben." Bei einem Mieterwechsel entstünden hier häufig Probleme. "Wir befinden uns im geförderten Wohnungsbau. Der Keller ist ein großes Potenzial, um Kosten zu sparen."

Bürgermeister Rupert Troppmann bat dennoch um ein Preisangebot für eine Teilunterkellerung eventuell für Heizung und Hausmeisterraum. Hermann Schmid sprach sich für weitere Parkplätze als nur einen pro Wohnung aus. "Ich sehe die Gefahr, dass die Autos auf der Straße stehen."

Aufzug einbauen


Heiner Maiers Vorschlag, die Parkplätze nicht alle an der Schokoladenseite des Grundstücks im Süden zu platzieren, will Greiner ebenfalls nachgehen. Er prüft, inwieweit mehr Plätze und eine andere Verteilung auf dem Grundstück möglich sind. Dazu wird die Stadt nachsehen, ob die Zufahrt im Norden möglich ist. Troppmann sprach sich für den Einbau von Aufzügen aus. "Das müsste heute Standard für Barrierefreiheit sein."

Die Häuser erhalten leicht geneigte Satteldächer und massive Mauerwerksfassaden ohne äußere Wärmedämmung. Diese ist nach Greiners Auffassung empfindlich und damit anfällig für Schäden sowie schwer sanierbar. Sie schaffe eine megadichte Gebäudehülle, die viel Lüften erfordere. "Für mich ist nachhaltiges Bauen, beispielsweise durch besondere Steine eine Dämmung zu erreichen."
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