Arthur Weber erneut zum Vorsitzenden des zweitgrößten Vereins in der Kreisstadt gewählt
Doppelt klappt’s besser

Einstimmig sprach sich die Siedlergemeinschaft erneut für ihren Vorsitzenden Arthur Weber (links) aus. Großen Zuspruch gab es auch für den Rest des 22-köpfigen Vorstandsteams. Bild: prh
 
Viele Mitglieder wurden bei der Jahreshauptversammlung für 40 und 50 Jahre Treue zur Siedlergemeinschaft Neustadt geehrt. Rosa Meyer (vorne, Dritte von links) ist gar 60 Jahre bei den Siedlern. Bild: prh

Noch keine vier Jahre alt und schon der zweitgrößte Verein der Stadt: Die Siedlergemeinschaft redet auch in der Kommunalpolitik ein gewichtiges Wörtchen mit. Bei der Generalversammlung äußert sich der wiedergewählte Vorsitzende Arthur Weber zur Straßenausbaubeitragssatzung.

In der noch jungen Geschichte der Siedlergemeinschaft wurde Arthur Weber in der Jahreshauptversammlung zum zweiten Mal einstimmig zum Vorsitzenden gewählt. Bezirksvorsitzender Christian Benoist und Peter Exner vom Forum Bahnlärm Güterkorridor 21 aus Altenstadt traten als Referenten auf.

Einstimmiges Votum


"Die Fusion der Siedlergemeinschaft Mühlberg-Gramau-Felix mit den Eigenheimsiedlern war der richtige Schritt", zeigte sich nicht nur Bürgermeister Rupert Troppmann überzeugt. Auch Bezirksvorsitzender Benoist äußerte sich lobend über diesen Schritt. Fast auf den Tag genau drei Jahre nach der Gründungsversammlung fuhr Weber im Gasthaus "Zum weißen Rössl" erneut ein einstimmiges Votum bei der Wiederwahl zum Vorsitzenden ein. Auch den Rest des 22-köpfigen Vorstandsgremiums statteten die Mitglieder mit einem eindeutigen Vertrauensbeweis aus (siehe Kasten).

In seinem Rechenschaftsbericht ging Weber auf die Aktivitäten im mit 731 Mitgliedern zweitgrößten Verein der Kreisstadt ein. So beteiligten sich die Mitglieder am Auf- und Abbau beim Bürgerfest und organisierten Heizöl- und Holzbrikettsammelbestellungen. Kriminalhauptmeister Dieter Melzner referierte über die Sicherheit rund ums Haus. "Unsere Siedlergemeinschaft steht hinter den Vorhaben des Landes- und Bezirksverbandes, die Straßenausbaubeitragssatzung abzuschaffen und bejaht Maßnahmen zum Lärmschutz bei der Elektrifizierung der Bahnstrecke Regensburg-Hof", sagte Weber.

Bürgermeister Rupert Troppmann bestätigte, dass es in Neustadt zwar eine solche Satzung gebe, jedoch mussten Bürger bis heute noch nie Gebühren für die Instandsetzung von Straßen bezahlen. "So soll es auch in Zukunft bleiben, denn die Stadt legt für solche Maßnahmen immer Geld zur Seite", versicherte er. Den Siedlern sprach er ein dickes Lob aus: "Unsere Siedlungsgebiete sehen wie aus dem Ei gepellt aus." Was die Wasser- und Abwassergebühren betrifft, seien diese seit Jahren stabil und würden nur dann angehoben, wenn es unbedingt erforderlich wäre. "Die Stadt verdient daran keinen Cent." Von der Anbindung des neuen Baugebiets beim DJK-Sportgelände verspreche er sich eine Entlastung für den innerstädtischen Verkehr.

Bezirksvorsitzender Christian Benoist berichtete über die Verschlankung des Bundesvorstands, um Kosten zu sparen. Die Klage zur Abschaffung der Straßenausbaubeitragssatzung werde derzeit vorbereitet. Die geplante Gleichstromtrasse berühre Neustadt zwar nicht, aber es rege sich überall Widerstand. Zur jetzigen Betreiberfirma habe er jedoch mehr Vertrauen. Der Landkreis sei federführend in der eigenen Stromerzeugung. "Wenn wir unseren Strom hier produzieren und verbrauchen, brauchen wir keine großen Trassen."

Keinen Anspruch


Peter Exner vom Forum Bahnlärm Güterkorridor 21 aus Altenstadt berichtete darüber, dass für die Bahnstrecke Marktredwitz-Hof bereits das Planfeststellungsverfahren laufe. "Die Vorgänge beobachten wir hier mit Argusaugen", versicherte er. Er berichtete von der Arbeit des Forums, das sich seit fünf Jahren gegen die zu erwartende Lärmbelästigung aufgrund erhöhten Güterverkehrsaufkommens nach der Elektrifizierung der Bahntrasse Regensburg-Hof wehrt.

"So wie die Oberfranken haben auch wir leider momentan keinen Anspruch auf Lärmschutz", bedauerte er. Jedoch sei, wenn Bürger und Politiker zusammenstünden, vieles möglich. Er verwies abschließend auf den Lärmschutz entlang der Bahnstrecke München-Rosenheim, für die der Freistaat elf Millionen Euro zur Verfügung gestellt habe.

EhrungenZahlreiche Mitglieder wurden in der Jahreshauptversammlung der Siedlergemeinschaft für ihre langjährige Treue geehrt.

Seit 40 Jahren , damals noch bei den Mühlberg-Felix-Gramau- und den Eigenheimsiedlern, dabei sind Anton Bauer, Marga Czepannek, Inge Fürtsch, Johann Gleißner, Heinrich Huschka, Siegfried Lang, Gerd Näger, Günter Scheungrab, Rudolf Kneidl, Marianne Puckl, Michael Hauer, Elsbeth Kersten, Gudrun Koehler-Wilden, Sieglinde Lang, Josef Stangl, Andreas Heindl, Hans Müller und Karl Mürbeth.

50 Jahre sind Oskar Schwarz und Arthur Widder dabei. Rosa Meyer wurde vom Vorsitzenden Arthur Weber, seiner Stellvertreterin Maria Färber und vom Bezirksvorsitzenden Christian Benoist für 60 Jahre Treue ausgezeichnet. Sie bekam einen Blumenstrauß. (prh)


Siedergemeinschaft: Das ist das VorstandsteamNeben dem Vorsitzenden Arthur Weber gehören zum Siedler-Vorstand: Lothar Trauner als zweiter Vorsitzender, Maria Färber als dritte Vorsitzende, Waltraud Rittig als Kassiererin, Heinz Bierl als Zweiter Kassier, Ulla Peter als Schriftführerin und Hans Prem als stellvertretender Schriftführer. Zu Beisitzern wurden unter der Leitung von Oskar Schwarz Josef Gleißner, Rainer Schwarz, Edgar Weis, Anton Meister, Walter Rögner, Josef Kreuzer, Otto Schmid, Martin Nowy, Karl-Heinz Bock, Walter Fleischmann und Petra Hoffmann gewählt. Martin Kißler und Georg Ziegler ersetzen die ausgeschiedenen Reinhard Siegel und Günther Kulzer. Zu Kassenrevisoren wurden Rudi Kneidl und Dieter Neubauer gewählt. Letzterer ersetzt Gerd Näger. (prh)
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