Bauausschuss fordert mehr Schilder und verstärkte Kontrolle
Zeichen gegen Verkehrssünder

Bürgermeister Rupert Troppmann (Zweiter von links) will die Falschparkerei vor der Grundschule nicht länger dulden. Mit den Räten des Bauausschusses, Rektorin Heike Merther und Helmut Franz von der Neustädter Polizei suchte er vor Ort nach einer Lösung. Bild: Götz

Die Falschparker vor der Grundschule kosten nicht nur Polizei und Rektorin Heike Merther Nerven. Auch Bürgermeister Rupert Troppmann will das Ganze nicht mehr mit ansehen. Eine Änderung und Polizeikontrollen sollen helfen.

"Es geht um das leidige Thema, wer parkt wo, und wo darf man parken", leitete Troppmann auf dem Gehweg vor der Grundschule Tagesordnungspunkt 2 der Bauausschusssitzung ein. Trotz der Verkehrsschilder, die ein absolutes Halteverbot zwischen 7.30 und 8.30 Uhr sowie 11 und 13.30 Uhr anzeigen, komme es bei der Bushaltestelle in der Bildstraße immer wieder zu Chaos: Eltern fahren vor, lassen ihre Kinder aussteigen und blockieren damit die Haltestelle. "An das Nichthalten hält sich keiner", ärgert sich der Bürgermeister. Die Unvernunft der Eltern könne er nicht verstehen. Durch ihr Verhalten würden sie Kinder und andere Fußgänger gefährden.

Kennzeichen merken


Bei der Überlegung, die absolute Halteverbotszone zu verlängern, sieht Troppmann Schwierigkeiten. "Wir verlagern das Problem bloß in die anderen Straßen", meint er. Auch reden fruchte bei den Eltern laut Helmut Franz von der Polizeiinspektion Neustadt nicht. "Welche Möglichkeiten haben wir, wenn sich Eltern verkehrswidrig verhalten", fragte Schulleiterin Merther. Laut Troppmann seien die Hausmeister auch da, um die Kinder zu schützen und Falschparker zu ermahnen. "Wenn das nicht hilft, zur Polizei gehen", rät Franz. "Der Hausmeister muss sich das Kennzeichen und die Fahrerbeschreibung merken."

Schilder verrücken


Gerhard Steiner forderte, dass die Beamten verstärkt vor der Schule kontrollieren und Falschparker bestrafen sollen. "Das merken sich die Eltern, wenn sie zahlen müssen", kommentierte Troppmann. Den Wunsch aus dem Gremium nach Elternlotsen hieß Franz grundsätzlich ebenfalls gut, nur gebe es niemanden, der sich dafür bereiterkläre. "Ein wunderbarer Vorschlag, wenn sich welche finden lassen", sagte der Polizeibeamte. Franz riet den Mitgliedern des Bauausschusses, die Verkehrsschilder 250, die vor der Grundschule stehen und Durchfahrt verboten bedeuten, näher zur Straße zu rücken. Dadurch soll verhindert werden, dass Eltern direkt auf den Platz vor der Schule fahren, ihre Kinder dort aussteigen lassen, wenden und alles blockieren.

Die Räte beschlossen, die Schilder zu versetzen. Einigkeit herrschte im Gremium auch bei der Entscheidung, das absolute Halteverbot bei der Bushaltestelle zu belassen und Schilder für ein eingeschränktes Halteverbot bis zur Einmündung in die Zacharias-Frank-Straße aufzustellen.

Fingerzeig mit ZeigefingerDer moralische Zeigefinger war hocherhoben, als die Mitglieder des Bauausschusses über die Falschparker vor der Grundschule schimpften. Und es war auch ein Zeigefinger, der die Räte für einen Moment ein wenig kleinlaut zurückließ. Eben dieser Finger einer Frau tippte dem Polizeibeamten Helmut Franz auf die Schulter, um darauf hinzuweisen, dass sein Wagen ihr Auto eingeparkt hatte. "Wir diskutieren über das Park- und Halteverbot und stehen selbst falsch", nahm Franz die Situation mit Humor und fuhr zur Seite.
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