Baummanagerin Claudia Saller kümmert sich um die Gewächse im Landkreis
Nur ein bisschen Kronenpflege

Dichte grüne Reihen rund um das Neustädter Gymnasium: In Vohenstrauß und Neustadt sind Schulen die öffentlichen Liegenschaften mit den meisten Bäumen. Luftbild: Ascherl

Gut bis sehr gut steht es um die Bäume im Landkreis. Das weiß Claudia Saller. Die Baummanagerin verbessert die Sicherheit rund um die Gewächse, indem sie etwa kranke Äste entfernt. Sie kümmert sich auch um das artgerechte Wachstum von Ulme und Linde.

Seit etwa zwei Jahren befasst Claudia Saller sich mit dem Baummanagement. Damals nahm sie an einer Fortbildung zur Baumkontrolleurin teil. Dabei wurde ihr die Bedeutung eines Baumkatasters bewusst. Die Kreisfachberaterin für Gartenkultur und Landespflege wollte so etwas auch für den Landkreis einführen.

Vergangenes Jahr begann sie mit der Untersuchung der Gewächse. Alle grünen Riesen auf den Liegenschaften des Landkreises sollten in eine digitale Karte eingetragen werden. 376 Ahorne, Eichen, Buchen und deren Artgenossen hat die studierte Landschaftsarchitektin bisher in Vohenstrauß und Neustadt aufgenommen. Ab September wird sie die Bäume in Eschenbach erfassen.

Rechtzeitig Schäden prüfen


"Die Erstaufnahme ist sehr arbeitsintensiv und aufwendig, da jeder Baum einzeln aufgenommen wird", erklärt Saller. "Aufgrund der Verkehrssicherheit von Bäumen und Sträuchern ist man gut beraten, sich frühzeitig gegen das Risiko zu wappnen, für Schäden haften zu müssen, die auf unzureichende Pflege zurückzuführen sind." Abhängig von Alter und Gesundheitszustand kontrolliert die Kreisfachberaterin die Bäume im Abstand von sechs Monaten bis drei Jahren. Nach Wetterereignissen wie Orkanen oder Eisregen macht sie Zusatzkontrollen. Auch nach Baumaßnahmen überprüft Saller die Gewächse. Sie möchte den Gefahren begegnen, die durch beschädigte Bäume entstehen, etwa herabfallende Äste oder Umstürze.

Erfassung in Datenbank


Die Angaben zu den Bäumen wie Art, Größe, Alter, Gesundheit und Standort erfasst sie in einem digitalen Datenbanksystem. "Neben den Klassikern wie Ahorn, Eiche und Buche gibt es auch viele Linden, Ulmen und Eschen." Gerade auf letztere zwei Arten legt sie in Zeiten von Ulmensterben und Eschentriebsterben ein besonderes Augenmerk.

Um die Gesundheit der Bäume im Landkreis steht es "erfreulich gut bis sehr gut", hat Saller bei der Erstellung des Katasters festgestellt. Die Baumpflege beschränkt sich im Wesentlichen auf Lichtraumprofilschnitte, Kronenpflege und Totholzentnahme.


Hintergrund: Ist mein Baum gesund?Eine klare Diagnose zu stellen sei für einen Laien sehr schwierig, erläutert Kreisfachberaterin Claudia Saller. „Hierfür fehlen Kenntnisse etwa der Baumbiologie, Vitalität und der natürlichen Wuchsformen.“ Es brauche auch Erfahrung, denn kein Baum sei wie der andere. „Viele Baumbesitzer liegen vom Gefühl her meistens richtig, wenn sie meinen: ,Irgendetwas stimmt mit meinem Baum nicht.’“ weiß Saller. Aber dann ließen sie sich von Einträgen im Internet komplett verunsichern. Der sicherste Weg sei auch der einfachste, so Saller: „Bei Fragen oder Unklarheiten am besten an eine Baumpflegefirma oder die Kreisfachberatung des Landratsamtes wenden.“
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