Benefizkonzert des Lionsclubs
Von Profis für Kinder

Das "Brass Unlimited Quartett" mit (von links) Siegfried Hirtreiter(Trompete), Ludwig Beck (Tuba), Wolfgang Dersch (Posaune) und Norbert Ziegler (Trompete). Bilder: gag (2)
 
Lions-Mitglied Christian Kick las humorvoll und bewegend Texte zwischen den Musikstücken, wie die Geschichte von "Elly", dem verlorenen Kuscheltier.

Seit Jahren unterstützt das Hilfswerk des Lionsclubs Neustadt-Lobkowitz bedürftige Personen und Institutionen im Landkreis. Aus diesem Grund hatten die Neustädter "Löwen" zum Benefiz-Konzert in die Mutter-Anna-Kirche in Mühlberg eingeladen.

Bei strahlendem Sommerwetter spielte das Bläserensemble "Brass Unlimited Quartett" zugunsten der beiden Altenstädter Kindergärten, die Arche Noah und das AWO-Regenbogenland. Der Kontakt war zustande gekommen, als der ehemalige Schirmitzer Norbert Ziegler, heute Musiklehrer und Big-Band-Leiter am Anton-Bruckner-Gymnasium Straubing, letztes Jahr als Dozent für Trompete beim Weidener Jazz-Seminar fungiert hatte. Lions-Mitglied Christian Kick sprach ihn an, und Ziegler sagte sofort zu.

Sofort überzeugt


Seine beiden Straubinger Musikerkollegen Ludwig Beck (Tuba, stellvertretender Leiter der Berufsfachschule für Musik in Plattling) und Siegfried Hirtreiter (Trompete, Lehrer an der Kreismusikschule Mitterfels und am Anton-Bruckner-Gymnasium Straubing) sowie der aktuelle Lions-Präsident aus Amberg, Wolfgang Dersch (Posaune, Leiter des Referats für Kultur, Sport und Schulen in Amberg), ließen sich ebenfalls sofort überzeugen. Stücke aus Barock, Klassik und Romantik begeisterten das Publikum. Beginnend mit einer festlichen Fanfare, dem Rondeau von Jean-Joseph Mouret und der "Sarabande & Minuet" von J.S. Bach, stellte sich sofort festliche Stimmung ein. Das Allegro und Adagio aus der Serenade von Mozart, das Larghetto von G.F. Händel und zwei Märsche von Johann Fischer klangen beschwingt durch das Kirchenschiff.

Dazwischen las Christian Kick, derzeitiger Jumelage-Beauftragter des Lionsclubs, humorvoll und bewegt Texte voller Sinn und Hintersinn, angepasst an das Thema "Kindergarten - Kindheit". Eine Geschichte von zwei Engeln, die einen unhöflichen Reichen und einen freigiebigen Armen besuchen, mit dem augenzwinkernden Hinweis des älteren Engels an den Jüngeren, "die Dinge sind nicht immer das, was sie zu sein scheinen", sorgte für "Aha"-Momente in den Köpfen der Zuhörer.

Herzzerreißend und erwärmend auch die Geschichte von dem verloren geglaubten Kuscheltier seines Sohnes. Denn "Kuscheltiere sind bei uns Familienmitglieder". Nach einem musikalischen Ausflug in die Renaissance und einem Psalm von Marcello las Kick ein ganz besonderes Lob an die Arbeit der Erzieherinnen. Abgeleitet aus "Als der liebe Gott die Mutter schuf" trug er die "Legende von der Erschaffung der Erzieherin" vor.

Überstunden


Für diese Figur machte der liebe Gott tagelang Überstunden, weil sie so kompliziert und vielseitig auszustatten war. Sie sollte "Nerven wie Drahtseile, sechs Paar Hände und drei Paar Augen" haben, dazu Verständnis, Überzeugungskraft, Geduld und viele andere Eigenschaften. In die Gänsehautstimmung hinein spielte das "Brass Unlimited Quartett" das von Norbert Ziegler arrangierte "Ave Maria" von Giulio Caccini. Lions-Präsident Marcel Wollmann verabschiedete nach dem feierlichen "Locus Iste" von A. Bruckner die Konzertgäste mit der scherzhaften Bemerkung "man kann kaum glauben, wie viele schöne Töne man aus einem Stück Blech und viel Luft machen kann".

Der sonnige Abend und der Präsident luden das Publikum dazu ein, im Anschluss an das Konzert noch etwas im Garten vor der Kirche zu verweilen und den Tag ausklingen zu lassen. Dort schenkten die amtierenden Vizepräsidentinnen Dr. Gudrun Graf und Sabine Guhl Sekt und andere Getränke aus, während das Bläserquartett noch einige Stücke spielte. Vor der Kirchentüre verkauften die beiden Kindergärten selbstgemachte Kunstkarten und Marmelade. Auch diese Einnahmen kommen den beiden Einrichtungen in vollem Umfang zugute, zusammen mit den großzügigen Spenden der Konzertbesucher.
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