Beruf lässt viel Freiheit
20 Lehramtsanwärter für Weiden und den Landkreis Neustadt/WN vereidigt

Oberbürgermeister Kurt Seggewiß (Dritter von links) und Landrat Andreas Meier (Fünfter von rechts) vereidigten 17 Lehramtsanwärterinnen und 3 Lehramtsanwärter. Sie werden in den kommenden beiden Jahren an den Schulen zwischen Kirchenthumbach und Eslarn unterrichten. Bild: Götz

Blutauffrischung für die 51 Schulen im Landkreis und in Weiden: 20 Lehramtsanwärter - 2 mehr als im Vorjahr - fahren am Montag nach der Vereidigung in der Schlosskapelle gleich zur Lehrerkonferenz an ihren Einsatzort.

Schulamtsdirektorin Christine Söllner erinnerte die 17 jungen Damen und drei Herren daran, dass sie nach vielen Jahren auf der Schulbank die Rolle gewechselt haben: "Nun stehen Sie vorne und bestimmen, wo es langgeht." Die Eltern und der Staat schenkten Ihnen das Vertrauen für die Kinder. Die fachliche Leiterin des Schulamtes Neustadt/Weiden sicherte den Junglehrern zu, dass sie auf ihrem weiteren Weg dienstlich, fachlich und auch menschlich begleitet werden. Dafür seien auch die Seminarrektoren und Seminarleiter verantwortlich.

Schulrätin Elisabeth Junkawitsch verglich die Dienstpflichten eines Lehrers mit der Bibel, dem Symbol unserer mitteleuropäisch christlichen Kultur. Das B stehe für beraten und beobachten, das I für innovieren, das zweite B für beurteilen, das E für erziehen (angesichts veränderten Familienstrukturen wichtiger denn je) und das L für lehren. "Es gibt wahrscheinlich keinen zweiten Beruf, in dem einem so viel Freiheit geschenkt wird, wie in dem des Lehrers. Diese Gestaltungsfreiheit sollten die jungen Kollegen nutzen.

Lernen soll Spaß machen


Junkawitsch ermahnte die Anwärter, mit ihrer Kundschaft sehr bedacht umzugehen. Die sei das Wertvollste, das eine Gesellschaft besitze: die Kinder. Es komme darauf an, Mit Hilfe eines maßgeschneiderten Lernweges möglichst allen Schülern das Erreichen des Lernzieles zu ermöglichen. Aber die Kinder sollen beim Lernen auch Freude haben.

Landrat Andreas Meier bescheinigte den Neuen, denen er feierlich den Treueeid abnahm, dass sie eine ganz wichtige Aufgabe in der Gesellschaft übernähmen. Sie müssten mit dafür sorgen, dass sich die Buben und Mädchen in unserer Gesellschaft zurechtfinden. Der Weidener Oberbürgermeister Kurt Seggewiß bat die Lehramtsanwärter, deren Ausbildung in zwei Jahren mit der zweiten Staatsprüfung zu Ende geht, die "Fahne der Mittelschule hochzuhalten". Gerade deren Ruf leide.

"Wir brauchen Sie"


Vorsitzende Elisabeth Graßler begrüßte die Neulinge im Namen des Personalrats. "Wir brauchen Sie dringend, denn wir steuern auf einen Lehrermangel zu", sagte die Manteler Rektorin und sicherte volle Unterstützung zu. Obwohl Beamte, hätten sie es nicht mit Akten zu tun. "Keine Akte wird Ihnen am Schuljahresende sagen, dass Sie die beste Lehrerin sind." Auch Seminarrektor Nikolaus Kühnhackl machte den Jungen Mut. "Sie werden das schaffen."

Die LehramtsanwärterLehramtsanwärter Grundschule: Stephanie Brandl aus Weiden (GS Vohenstrauß), Carolina Falge aus Weiden (GS Eslarn), Sabrina Griesbeck aus Eschenbach (GS Kirchenthumbach), Isabella Hartwig aus Etzenricht (Gerhardinger Weiden), Anna Hermann aus Weiden (GS Neustadt/WN), Katrin Hoppe aus Naunhof (Hammerweg Weiden), Tina Neuber aus Grafenwöhr (GS Oberbibrach), Theresa Reiß aus Parkstein (GS Speinshart), Julia Wagner aus Kirchenthumbach (GS Grafenwöhr), Lisa Wolf aus Weiden (GS Oberbibrach).

Mittelschule: Matthias Brückl aus Schwandorf (Pestalozzi Weiden), Patrick Fuchs aus Eschenbach (MS Pressath), Karina Gallitzendorfer aus Irchenrieth (MS Pressath), Nadine Kammerer aus Bodenwöhr-Warmersdorf (MS Altenstadt/WN), Anna Kiener aus Nabburg (Max-Reger Weiden), Stefanie Sauer aus Regensburg (Pestalozzi Weiden), Sabine Schießl aus Schwandorf (Pestalozzi Weiden), Josephine Schubert aus Schwandorf (MS Altenstadt/WN).

Fachlehreranwärter: Bianca Vezard aus Weiden (MS Pressath), Daniel Wokensky aus Altenstadt/WN (Max-Reger-MS Weiden). (ms)


Keine Akte wird Ihnen am Schuljahresende sagen, dass Sie die beste Lehrerin sind.Personalratsvorsitzende Elisabeth Graßler
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