Bestattungsunternehmen Schmid ist von der Unteren Vorstadt in den Judengraben umgezogen - ...
Gediegen, stilvoll und modern

"Die Zeit eines Menschen ist von Anfang an begrenzt. Wenn Gefühle und Liebe, Sorge und Aufmerksamkeit deren Inhalt waren, bleibt Unglaubliches zurück." Mit diesen Worten auf einer großformatigen Fotografie einer stimmungsvollen Landschaft werden Angehörige von Verstorbenen begrüßt. Diese Zeilen und das Bild zieren den Eingangsbereich des Bestattungsunternehmens Schmid.

Ebenso geschmackvoll ist auch der übrige Bereich in der ehemaligen "Altbayrischen Krystallglashütte" eingerichtet: Gediegen, stilvoll und modern.

Die räumliche Enge war der Grund dafür, dass Michaela und Stephan Schmid mit ihrem Bestattungsbetrieb vom Stammhaus in der Unteren Vorstadt 13 in den Judengraben 1 umgezogen sind. Gegründet hat das Unternehmen im Jahr 1954 Schmids Großvater Hans. Dessen Sohn Adolf Schmid hatte das Geschäft dann 1976 übernommen - und seit 2008 führen nun Michaela und Stephan Schmid die Firma, in der außer ihnen drei Vollzeitbeschäftigte, ein Auszubildender und sechs geringfügig Beschäftigte arbeiten.

Konzept umgesetzt

Auch die frühere Institution am neuen Standort des Bestattungsunternehmens hatte in der Kreisstadt eine lange Tradition. Als in der "Altbayrischen Krystallglashütte" allerdings vor über zwei Jahren endgültig die Lichter ausgingen und der Schauglasofen abgeschaltet wurde, ging das Gebäude in den Besitz von Michael Engel über. In ihm fand das Ehepaar Schmid den geeigneten Partner, um in dem Haus am Judengraben sein unternehmerisches Konzept umsetzen zu können.

In der Form, wie den Neustädtern die "Krystallglashütte" in Erinnerung geblieben ist, präsentieren sich die Geschäftsräume natürlich nicht mehr. Durch verschiedene Umbaumaßnahmen haben die Schmids nun unter anderem zwei Beratungsräume geschaffen, in denen die erste Kontaktaufnahme zu den trauernden Angehörigen erfolgen kann. Die Wände dieser Zimmer zieren stimmungsvolle Naturaufnahmen von Christine Flor.

In anderen Räumen präsentiert das Unternehmen verschiedenste Sarg-Modelle, Wäsche und Urnen. Herzstück der über 600 Quadratmeter großen Innenfläche ist die Trauer- und Verabschiedungshalle. Diese erstreckt sich über zwei Stockwerke und entfaltet eine ganz besondere Wirkung durch die neuen, bunten Glasfenster. Hier können sich die Angehörigen im Familienkreis von den Verstorbenen verabschieden. Die Stirnseite ziert das ehemalige Hüttenkreuz mit buntem Bleikristall. Die Farben des Glases wurden auch in den Fenstern übernommen. Gestaltet hat dies ebenso Christine Flor, die Ausführung übernahmen zwei Firmen aus der Region.

Gläserne Elemente

Auf Glas und dessen alte Tradition haben Michaela und Stephan Schmid generell großen Wert gelegt. So schließen etwa farbige Glasscheiben zwei beleuchtete Wandnischen unter dem Kreuz in der Trauer- und Verabschiedungshalle ab. Zudem hat sich Stephan Schmid für Kerzenständer aus Glas entschieden und in den beleuchteten Nischen im Treppenaufgang zum Trauer-Café Bleikristallrückstände aus dem ehemaligen Ofen ausgestellt.

In der ehemaligen Hüttenschänke im ersten Stock können die Angehörigen auf Wunsch auch Trauerfeiern abhalten. Für das nötige Catering sorgen ortsansässige Bäckereien und Metzgereien.

Neu gebaut und eingerichtet haben Michaela und Stephan Schmid zudem eine Garage für die beiden Bestattungs-Fahrzeuge und einen Kühlraum. Ein Hygieneraum, der Personalbereich, Büros und Toiletten komplettieren die Räumlichkeiten.
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