Bilanz:
Liederreicher Sommer

Ein musikalischer Sommer geht zu Ende. Bewährt haben sich die Serenaden, neu war die Konzertreihe "Lieder im Barockgarten". Wie zufrieden sind die Veranstalter?

"Wir sind super zufrieden", sagt Renate Greiner, Organisatorin der Neustädter Sommer-Serenaden. Wetterbedingt musste nur ein Termin, die Volksmusik-Serenade mit den "Zupfer-Moidln", verschoben werden. Die Band "Lower Market" sagte gesundheitsbedingt ab. An diesem Termin wurde die verschobene Serenade nachgeholt. So fanden heuer acht von neun geplanten Terminen statt.

Riesiger Ansturm


"Eine gute Bilanz", findet Greiner. Für die Organisatorin war der Swing-Abend der King-Size-Big-Band mit Hubert Treml und Franz Schuier Anfang Juni der Höhepunkt. Der Sängerbund feierte sein 110-jähriges Bestehen bei den Sommerserenaden. Das Jubiläum gestalteten befreundete Gruppen, wie der Männergesangsverein Flossenbürg, die Neustädter Turmbläser und das Duo Gerhard Reber und Alfons Kistenpfennig mit. Eine Überraschung war der Erfolg der letzte Serenade: Der Volksmusik-Termin mit der "Neisteder Zoiglmusi" war so gut besucht, dass Besucher keinen Platz mehr fanden. "Einige Gäste sind wieder nach Hause gegangen", bestätigt die Verantwortliche.

"Es soll für jeden Geschmack etwas dabei sein", beachtet Greiner bei der Planung. Das sei diese Saison gelungen. "Es gab durchweg positive Resonanz für alle Serenaden." Auch die Absprache mit den Veranstaltern der Musikreihe im Barockgarten habe "super funktioniert". Es gab keine terminlichen Überschneidungen.

Bernhard Knauer von den Kulturfreunden Lobkowitz organisierte zum ersten Mal die Open-Air-Veranstaltungsreihe "Lieder im Barockgarten". "Der Barockgarten eignet sich toll für Konzerte. Seit Jahrzehnten suchen wir ungewöhnliche Orte für unsere Veranstaltungen. Auch mit der Musikwahl wollen wir Nischen füllen", erklärt Knauer.

Klein, aber fein


Für die kleine Reihe haben die Kulturmacher drei Bands an Land gezogen: Den Auftakt machten "Dr. Will & The Wizzards". Die Szenegröße stellte ein neues Akustik-Programm der Richtung "Voodoo Blues" vor. Die drei Künstler Ulla Haesen, Joscho Stefan und Wilhelm Geschwind zeigten auf der Bühne eine Mischung aus Bossa Nova, Samba und Gypsy Swing. Das Duo "Black Patti" - bestehend aus Peter Crow C. und Ferdinand "Jelly Roll" Kraemer - spielte Roots und Blues. "In den letzten Jahren hatten wir viel Klassik. Wir wollten Abwechslung im Programm und legten Wert auf Modernes", bilanziert der Kulturfreund.

"Wir waren ganz überrascht vom großen Zuspruch. Obwohl wir das Ulla-Haesen-Trio wegen schlechten Wetters nach innen verlegen mussten, war die Resonanz riesig", freut sich Knauer. Auch im kommenden Jahr wird die Konzertreihe fortgeführt, in ähnlich überschaubarem Rahmen. "Wir wollen keine Großveranstaltung, lieber etwas Kleines, Gemütliches. 100 Gäste reichen uns." Während nächstes Jahr zum zweiten Mal im Barockgarten musiziert wird, feiern die Veranstalter der Sommer-Serenaden bereits 20-Jähriges.

Nicht nur mit dem Veranstaltungsort, auch mit der Musikwahl wollen wir Nischen füllen.Bernhard Knauer, Kulturfreunde Lobkowitz
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