BRK-Bereitschaft Neustadt arbeitet über 17000 Stunden zum Wohl der Allgemeinheit
Herausforderung für Ehrenamtliche

Eine Zahl, die Bände spricht: 17 499 Stunden ehrenamtlichen Dienst verrichteten die Bereitschaftsmitglieder des Roten Kreuzes 2015. Bereitschaftsleiter Sebastian Windschügl berichtete beim Ehrenabend von den größten Herausforderungen.

"Es ist wirklich überwältigend, wie gefüllt und altersmäßig bunt gemischt die Reihen sind. Das ist gut. Wir brauchen Nachwuchs", freute sich Kreisbereitschaftsleiter Sandro Galitzdörfer.

"Heute werden wir erstmals die Hunderter-Marke knacken und wachsen mit 68 Männern und 36 Frauen auf 104 Mitglieder", verkündete Bereitschaftsleiter Sebastian Windschügl. 14 Neumitglieder traten der seit dem Jahr 1909 existierenden Bereitschaft bei. Viele von ihnen kommen aus Flossenbürg oder Floß, wo im August ein neuer Helfer-vor-Ort-Standort (HvO) eingerichtet wurde. Noah Lugert, Patrick Jung, Tobias Kett und Michael Schell haben seitdem 54 Einsätze und 1488 Stunden Bereitschaft absolviert. "Wenn solche jungen Leute nicht wären, die so anschieben, dann würde das nicht funktionieren", lobte der zweite Bürgermeister von Floß, Oliver Mutterer. Galitzdörfer und Rettungsdienstleiter Peter Lischker überreichten den Schlüssel für ein HvO-Fahrzeug.

Schlaflose Nächte


Weitere Großveranstaltungen wie der Faschingszug, das Neustädter Bürgerfest oder der Nofi-Lauf prägten das Jahr 2015ft. "Wenn man da als Bürgermeister verantwortlich ist, hat man schon mal schlaflose Nächte", sagte Rupert Troppmann. "Und die werden dadurch gemildert, dass man weiß, dass wir Einsatzkräfte haben, die hochprofessionell arbeiten", betonte der Rathauschef. Lob für die BRK-Hundestaffel gab's vom Leiter der Polizei Neustadt, Werner Hanauer: "Das ist eine wirklich ganz tolle Sache. Wenn man weiß die Hundestaffel ist da, dann ist man schon beruhigt." Wertvolle Dienste leisteten die Suchhunde unter anderen bei einer großen Suche nach einem 14-jährigen Jungen bei Flossenbürg.

Sieben Ehrenamtliche - Dominik Beer, Lena Bodensteiner, Bernadette Kriechenbauer, Peter Puff, Johann Simon, Sebastian Windschügl und Wittilo Winter - waren beim G7-Gipfel in Elmau im Einsatz. "Wer hätte gedacht, dass den G7-Gipfel noch etwas toppen könnte?", blickte Windschügl zurück. Plötzlich seien dann Sanitäter für Flüchtlinge angefordert worden, "eine der größten Herausforderungen des BRK."

Rettungsdienst die Spitze


17 499 Stunden ehrenamtlichen Einsatz verrichteten die Bereitschaftsmitglieder 2015, wovon alleine 4584 Stunden auf den Rettungsdienst und 3513 Stunden auf Sanitätsdienste und Übungen entfallen. Allein Stefan Kloss absolvierte 1319 Stunden Dienst in der Einsatzleitung. Das entspricht 33 40-Stunden-Wochen. Alexandra Hacker kommt auf 577 Stunden in der Krisenintervention und Patrick Jung auf 576 Stunden bei den Helfern vor Ort.

Acht Blutspendetermine


Bei der SEG, der Schnellen Einsatzgruppe, die auch bei der Massenpanik auf einer Single-Party im März in Vohenstrauß alarmiert wurde, fielen 1220 Stunden an. SEG-Leiter Dominik Beer erinnerte an die Übergabe des von der Bundesrepublik finanzierten, 165 000 Euro teuren Gerätewagens Sanität, der im Mai in Bonn abgeholt wurde. Die Zahlen des Blutspendedienstes stellte Johann Simon vor. Bei acht Terminen ließen sich 931 Personen Blut abzapfen.
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