Bürgerwehr feiert am Backofen
Heiße Schlemmereien

Zum Mittagessen verkauften die Marketenderinnen Braten und Knödel. Bilder: zer (2)

Viele Schmankerl kündigt die Speisekarte an, die an jedem Tisch in der Lindenstraße angetackert ist. Die 25. Auflage des Festes ist eine einzige Leckerei.

Nach einigen Jahren Pause und der Renovierung des Ofens war das kleine Jubiläum der Feier zugleich Auftakt für die Fortsetzung der Tradition. Ausrichter waren die Historische Bürgerwehr und die Marketenderinnen, die bereits am Sonntagvormittag ab 10 Uhr für die Gäste da waren.

In der "Prophetengasse", so der früher übliche Namen der Lindenstraße, steht der Backofen, den Hans-Jürgen Kappert und Hans Völkl anschürten. Schon zum Frühschoppen schoben sie mit den langen Brotschiebern den Schmierkuchen in den Ofen. Bei Zucker- und Flammkuchen wechselten sie je nach Bedarf und Nachfrage der Gäste ab.

Weil Bäckermeister Josef Arnold sein Rezept hergegeben hatte, waren die Holzofenbrote der Renner. Die Marketenderinnen und Frauen der Aktiven strichen Brote mit Streichwurst, Butter mit Schnittlauch und Griebenfett. Damit lockten sie die Gäste nicht nur am Vormittag.

Zum Mittag bot die Bürgerwehr Schäuferl oder Krustenbraten mit Knödel und Krautsalat an. So blieb in manchen heimischen Küchen der Herd kalt. Bereits nach einer Stunde war der Mittagstisch ausverkauft. Gesellig war es, als Alleinunterhalter Rudi musikalisch die Gäste unterhielt.

Am Nachmittag strömten die Neustädter bei herrlichem Sommerwetter in die idyllische Gasse. Reißenden Absatz fanden die Schmier- und Kirwakuchen. Ob halbiert oder als ganzer Kuchen gingen sie für zehn Euro über die Theke. Aromatischen und frisch aufgebrühten Kaffee servierten die Frauen zu den Gebäckstücken aus dem Ofen.

Am Abend brutzelten die Pfannen voller Leberkäs im Ofen. Vorsitzender Sebastian Scharnagl war mit seinen 30 Helfern zufrieden. Er genehmigte sich ein Glas Wein. Im Angebot waren der Grüne Veltliner aus dem Wagramgebiet und Blauburgunder ebenfalls aus Österreich. Abgerundet wurde das Fest mit Bier und Weizen.

Den Erlös verwendet die Bürgerwehr für den Ankauf von neuen Uniformen und Gewehren. "Nicht außer Acht lassen wollen wir, dass der Nachwuchs für uns wichtig ist. Da sind wir weiter auf Suche", meinte Hans Völkl.
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