Das Leben__immer angenommen
Rudolf Trauner feiert 95. Geburtstag

Hätte ihm jemand gesagt, dass er im Kreise seiner Familie und auf eigenem Grund und Boden seinen 95. Geburtstag feiern kann, Rudolf Trauner (Mitte) hätte es ihm nicht geglaubt. Sichtlich wohl fühlte sich der Jubilar mit Urenkelin Hannah auf dem Schoß, als er mit seiner Familie und Vereinsfreunden feierte. Bild: prh
"So wie es kommt, so musst du es nehmen, kannst nichts machen dagegen. Das Schicksal bestimmt dein Leben, das der Herrgott dir hat gegeben." Mit diesen Worten sah Rudolf Trauner sein Leben treffend wiedergegeben. Am Samstag feierte der ehemalige Kommunalpolitiker im Kreise seiner Familie den 95. Geburtstag.

Natürlich wünschten zahlreiche Vereinsabordnungen ihrem Ehrenvorsitzenden oder Ehrenmitglied alles Gute. Arthur Weber gratulierte für die Siedler, Martin Filchner für die SPD, Franz Witt für die Arbeiterwohlfahrt, Rudolf Bäumler und Benedikt Grimm für den OWV. Bürgermeister Rupert Troppmann und Stellvertreter Heinrich Maier überbrachten Glückwünsche der Stadt, Stadtpfarrer Josef Häring im Namen der katholischen Gemeinde St. Georg. "Hätte man mir gesagt, dass ich mit 95 Jahren noch auf meinem eigenen Grund und Boden feiern kann, ich hätte es nicht geglaubt", freute sich der Jubilar mit seinen Söhnen Walter, Rudi, Wolfgang und Lothar sowie Tochter Cornelia , den Enkeln und der Urenkelin.

Er teilt sein Leben in drei Teile ein: die unbeschwerte Jugend in Neustadt, die schweren Schicksalsjahre in Krieg und Gefangenschaft und das erfüllte Familien-, Kommunal- und Vereinsleben danach. Er erinnerte sich an die entbehrungsreichen Jahre nach dem Krieg, den Hausbau und die Tatsache, dass er den Garten mit Gemüse anbaute, damit seine Kinder etwas zu essen hatten. Er habe nichts bereut im Leben. Leid tue es ihm nur, dass er nicht mehr Zither spielen könne. Auch mit 95 versorgt sich der Jubilar mit Hilfe eines Pflegedienstes noch zu Hause, wo es still geworden ist, seit die geliebte Ehefrau Lisa vor 17 Jahren gestorben ist. "Nur die Beine wollen nicht mehr", bedauert der 95-Jährige, der noch herrliche Anekdoten erzählen kann. Sonst hätte er gar noch ein Tänzchen gewagt, als Sohn Lothar mit der Diatonischen aufzog.
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